Das Buffet der Kostbarkeiten

Jede Woche steht bei der Kinderferienbetreuung der FernUni unter einem anderen Motto. Wir haben uns auf die Spuren der Farben begeben.


Knapp 50 Kinder von Beschäftigten und Studierenden sind bei der Kinderferienbetreuung der FernUni dabei

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Auf den Spuren der Farben: Mit Künstlerin Anette Göke zauberten die Kinder in der Ferienbetreuung mit unterschiedlichen Materialien ihre Wunschmotive auf Leinwände.
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Das Buffet der Kostbarkeiten: Vom bunten Granulat bis zum Glitzerkleber - für jeden Geschmack war etwas dabei.

Er braucht schwarze und gelbe Steinchen und feinen Deko-Sand. Nein, es geht hier nicht um die schwarz-gelbe Vereinsliebe zu Borussia Dortmund. „Ich bin kein Fußball-Fan“, sagt Tobias Kurzhöfer. Der elfjährige Junge ist bei der gemeinsamen Kinderferienbetreuung der FernUniversität in Hagen und der Fachhochschule Südwestfalen angemeldet. Gerade zaubert er einen Tukan – sprich einen Regenwaldvogel mit markantem Spechtschnabel - auf die Leinwand. „Den habe ich im Urlaub in Costa Rica gesehen.“

Eine Woche lang begeben sich zehn Kinder von Studierenden und Beschäftigten auf die „Spuren der Farben“. Im Gemeindehaus an der Lützowstraße unweit des Uni-Campus entdecken sie etwa mit Anette Göke das „Buffet der Kostbarkeiten“, wie es die Künstlerin aus Dortmund nennt. Für jeden Geschmack ist etwas dabei: Muscheln, Filz, Servietten mit den unterschiedlichsten Motiven, Deko-Sand und Granulat in grellen und gedeckten Farben, Glitzerkleber und Modelliermasse laden dazu ein, kreativ zu sein.

Vom Aquarium bis zum Dinosaurier

Die Aufgabe: mit unterschiedlichen Materialien ein Bild auf eine Leinwand zaubern. „Dem Ideenreichtum der Kinder sind keine Grenzen gesetzt“, sagt Anette Göke. Bereits zum dritten Mal ist die Künstlerin beim Ferienspaß dabei, erklärt verschiedene Techniken, gibt Tipps zu Farben und Motiven. So entstehen nach und nach ein Aquarium, ein farbenfroher Dino oder glitzernde Blumen.

Insgesamt nehmen knapp 50 Kinder von Beschäftigen und Studierenden in diesem Sommer an der Kinderferienbetreuung teil, die wie in den Vorjahren vom PME-Familienservice organisiert wird. Seit 2009 unterstützt die FernUni mit diesem Angebot Eltern, die an der Hagener Hochschule studieren oder arbeiten, bei der Kinderbetreuung während der Sommerferien und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Kinder kommen gerne wieder

Den Kindern gefällt’s in der Regel sehr gut. Sie erleben spannende Ferientage in Uni-Nähe. „Die Stimmung ist bestens“, erzählt Betreuerin Magdalena Filipiuk. „Viele Kinder sind gleich für mehrere Wochen angemeldet, einige waren bereits in den Vorjahren dabei und kommen gerne wieder.“

Auf dem Programm stehen Aktivitäten zum jeweiligen Wochenmotto sowie themenbezogene Ausflüge, etwa ins Hagener Freilichtmuseum oder zum Schloss in Hagen-Hohenlimburg. Gegessen wird meistens in der Mensa. „Wir verbringen immer viel Zeit draußen und wollen zum Beispiel auch noch auf einen Wasserspielplatz fahren“, sagt Eva Filipiuk.

Individuelle Erinnerungsstücke

Die Mischung kommt bei den Sechs- bis Zwölfjährigen an. Hoch im Kurs steht auf jeden Fall das Kreativatelier mit seinem Buffet der Kostbarkeiten. Am Ende des Tages nehmen die Mädchen und Jungen ein tolles Erinnerungsstück mit nach Hause.

Der schwarz-gelbe Tukan erinnert Tobias an seinen Urlaub in Costa Rica und an spannende Ferientage in Hagen.

Carolin Annemüller | 04.08.2014