„Mensch und Staat. Erfahrungs- und kommunikationsgeschichtliche Perspektiven“

Eine interdisziplinäre Fachtagung zur politischen Kulturgeschichte der deutschen Teilstaaten und Österreichs nach 1945 findet am 19. und 20. September in Hagen statt.


Veranstalter ist das Institut für Geschichte und Biografie der FernUniversität

Eine „Interdisziplinäre Tagung zur politischen Kulturgeschichte der deutschen Teilstaaten und Österreichs nach 1945“ findet am 19. und 20. September an der FernUniversität in Hagen statt: „Mensch und Staat. Erfahrungs- und kommunikationsgeschichtliche Perspektiven.“ Veranstalter ist das Institut für Geschichte und Biografie. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind willkommen. Ort der Veranstaltung unter dem Label des Hagener Forschungsdialogs ist das Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen.

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Kognition und Emotion, Rationalität und Irrationalität begleiten den Menschen in seiner Begegnung mit dem Politischen – ob als Gestalter, als Teilnehmer oder als Beobachter. Während staatsbürgerliches Engagement auf institutioneller und zivilgesellschaftlicher Ebene vielfach zum Gegenstand der Forschung geworden ist, mangelt es freilich an Untersuchungen zu den Wahrnehmungs- und Verarbeitungsmustern der großen Mehrheit der äußerlich inaktiven Adressaten staatlichen Deklamierens und Handelns.

Die Tagung „Mensch und Staat“ verfolgt das Ziel, diesem Desiderat zu begegnen, indem erfahrungs- und kommunikationsgeschichtliche Perspektiven konsequent „von unten“ eingenommen werden. Das Erkenntnisinteresse gilt dem Zusammenspiel kognitiver und mentaler Mechanismen, es sollen Wege gefunden werden, den Wechselwirkungen zwischen lebensweltlicher und staatlicher Ebene empirisch auf die Spur zu kommen.

Mit dem der Tagung unterlegten Vergleich zwischen BRD, DDR und zweiter österreichischer Republik werden drei unterschiedlich konfigurierte Gesellschafts-, Staats- und Regierungsformationen in den Blick genommen, die in der Nachkriegsepoche in besonderer Weise vor der Herausforderung der Neubildung und Umformung politischer und staatlicher Identitätsstrukturen einschließlich der Neugestaltung des Verhältnisses von Mensch und Staat standen

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie an Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Studierende der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität, doch auch die gesamte Hochschulöffentlichkeit und interessierte Bürgerinnen und Bürger sind willkommen. Veranstaltungsort ist das Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen

Ausführliche Informationen: http://www.fernuni-hagen.de/geschichteundbiographie/forschung/tagungen_september2014.shtml.


Gerd Dapprich | 19.08.2014