„Warum können Worte verletzen? Zur Gewalt der Sprache“

Referent ist Dr. Steffen Herrmann, Lehrgebiet Praktische Philosophie II. Die Veranstaltung ist öffentlich.


Forum Philosophicum am 18. September in der FernUniversität

„Warum können Worte verletzen? Zur Gewalt der Sprache“: Darum geht es im Forum Philosophicum am Donnerstag, 18. September, in der FernUniversität in Hagen. Referent ist Dr. Steffen Herrmann, Lehrgebiet Praktische Philosophie II. Zu der Veranstaltung unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs, die um 18.30 Uhr im Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, beginnt, sind Interessierte herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei. Veranstalter ist das Institut für Philosophie.

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Mit Sprache kann man Gewalt nicht nur beschreiben, ankündigen oder androhen: Sprache selbst kann verletzen. Die Phänomene sprachlicher Gewalt können dabei von der leisen Ironie bis hin zur plumpen Beleidigung oder von der indiskreten Taktlosigkeit bis hin zum sarkastischen Spott reichen. Doch wie kann es sein, dass „bloße Worte“ zu verletzen vermögen? Diese Frage kann beantwortet werden, indem gezeigt wird, dass sprachliche Gewalt im Gegensatz zur physischen Gewalt nicht in erster Linie auf die Schädigung der materiellen Existenz des Individuums zielt, sondern auf seine soziale Existenz. Und in dieser Sphäre ist sprachliche Gewalt nicht weniger „real“ oder „effektiv“ als physische Gewalt – auch sie kann in letzter Konsequenz lebensbedrohlich sein. Woher diese Verletzungsmacht von Worten rührt und unter welchen Bedingungen sie sich zu entfalten vermag, soll im Zuge des Vortrags beantwortet werden.

Gerd Dapprich | 08.09.2014