Frauen stärken die Gesellschaft

Cemile Giousouf ist die erste CDU-Bundestagsabgeordnete muslimischen Glaubens. An der FernUniversität sprach sie über das Leben von Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland.


Hagener Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf hielt Vortrag an der FernUniversität

Frau blickt vom Podium in das Publikum. Im Vordergrund Frau mit Kopftuch. „Bessere Berufschancen für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte.“ Das forderte Politkerin Cemile Giousouf in ihrem Vortrag an der FernUniversität.
„Bessere Berufschancen für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte.“ Das forderte Politkerin Cemile Giousouf in ihrem Vortrag an der FernUniversität.

„Wer Frauen stärkt, stärkt die Gesellschaft“, lautet ein afrikanisches Sprichwort. Und damit schloss die Hagener CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf ihren Vortrag. Zu Beginn hatte sie gefragt: „Wie leben Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in Deutschland?“

Der Vortrag gehörte zur Reihe „Frauen und Männer im Gespräch“ der Gleichstellungstelle der FernUniversität und fand in Kooperation mit dem Soroptimist International Club Hagen statt. Rund 100 Besucherinnen und Besucher hörten den Vortrag und diskutierten im Anschluss mit der Bundestagsabgeordneten über Integrationspolitik.

Bessere Berufschance

Als gebürtige Griechin, die in ihrem Geburtsland zu einer türkischen Minderheit gehörte, schöpft Cemile Giousouf für das Thema „Integration“ auch aus ihrer eigenen Biografie. Nachdem sie mit ihren Eltern im Rahmen der Gastarbeiter-Anwerbung nach Deutschland gekommen war, gelang Giousouf der Aufstieg durch Bildung.

Die Bundesrepublik habe sie als Land beruflicher Möglichkeiten für Frauen erlebt, sagte Cemile Giousouf. Grundlage dafür: „eine frühkindliche Förderung“. Diese Förderung habe sie selbst genossen – und das mit Erfolg. Heute ist sie die erste CDU-Bundestagsabgeordnete muslimischen Glaubens. Außerdem ist sie Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.

In ihrem Vortrag forderte Giousouf berufsbezogene Sprachkurse für bessere Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Außerdem plädierte sie für eine leichtere Anerkennung ausländischer Abschlüsse.

Matthias Fejes | 17.09.2014