Der „Mann mit dem roten Schal“ blickt zurück

Nachdem vor 25 Jahren die Grenze zwischen West- und Ost-Berlin durchlässig wurde, musste Walter Momper die städtische Einheit wieder herstellen. Am 11. November spricht er in Lüdenscheid.


Mauerfall vor 25 Jahren: Damaliger Regierender Bürgermeister West-Berlins im Lüdenscheider Gespräch

Einen persönlichen Blick auf den Mauerfall vor 25 Jahren wirft der ehemalige Regierende Bürgermeister der Stadt Berlin, Walter Momper, am Dienstag, 11. November, in der Reihe „Lüdenscheider Gespräche“. Die Veranstaltung unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs beginnt um 18 Uhr im Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid. Der Eintritt zu Mompers Vortrag „Berlin, 9. November 1989. Ein persönlicher Blick auf die Ereignisse rund um den Mauerfall “ ist frei.

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Der 9. November 1989 markiert einen Meilenstein in der deutschen Geschichte. Nach über 40 Jahren öffnen sich die Grenzen, die zuvor Ost und West getrennt haben. In einer Live-Übertragung wird gegen 18.30 Uhr im DDR-Fernsehen und Hörfunk die neue Reiseregelung bekannt gegeben. Von da an überschlagen sich die Ereignisse: Um kurz nach 20 Uhr stehen etwa 80 Menschen am Grenzübergang, gegen 21.30 Uhr sind es schon 500 bis 1.000. Die Grenzposten haben keine Kontrolle mehr; um Mitternacht öffnen sich die meisten Berliner Grenzübergänge.

Walter Momper kommentiert die Grenzöffnung mit dem Satz „Berlin, nun freue dich“ und steht als Regierender Bürgermeister von West-Berlin vor der Aufgabe, die städtische Einheit wieder herzustellen. Sie konnte schließlich am 11. Januar 1991 mit der Konstituierung des Gesamtberliner Abgeordnetenhauses in der Berliner Nikolaikirche vollzogen werden. Als „Mann mit dem roten Schal“ hat er sich weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht. Nachzulesen sind seine Erinnerungen in dem Buch „‚Berlin, nun freue dich!` Mein Herbst 1989.“

Gerd Dapprich | 21.10.2014