Prof. Jürgen Jahns zum EOS-Präsidenten gewählt

Der FernUni-Professor für Mikro- und Nanophotonik ist bereits Mitglied im Vorstand der European Optical Society (EOS). 2016 bis 2018 wird er ihr Präsident sein.


Ab 2016 steht Prof. Jahns der größten europäischen Wissenschaftsgesellschaft für Optik vor

Mann blickt in die Kamera. Im Hintergrund das Gebäude TGZ/IZ der FernUniversität.
Prof. Jahns steht ab 2016 der EOS als Präsident vor. An seinem Lehrgebiet forschen er und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter anderem an effizienteren Datenübertragungswegen.

Prof. Dr. Jürgen Jahns, Leiter des Lehrgebiets Mikro- und Nanophotonik der FernUniversität in Hagen, wurde zum Präsidenten der größten internationalen Wissenschaftsgesellschaft für Optik und Photonik in Europa gewählt. Die European Optical Society (EOS) vernetzt die mehr als 20 nationalen Optik-Gesellschaften. Eine ihrer Hauptaufgaben ist die Förderung des internationalen wissenschaftlichen Austauschs.

Prof. Jahns ist ab sofort im EOS-Vorstand tätig. Bei dem kürzlich stattgefundenen Jahrestreffen der EOS folgte nun die Wahl zum Präsident. Die zweijährige Amtszeit beginnt 2016. Ein wichtiges Anliegen seiner Präsidentschaft: „Den Dialog zwischen den nationalen Optik-Gesellschaften stärken“, sagte Prof. Jahns.

Wie Wellen wirken

An seinem Lehrgebiet betreibt Prof. Jahns unter anderem Grundlagenforschung im Bereich „Plasmonik“. Dieser Spezialbereich der Optik beschäftigt sich mit der Ausbreitung elektromagnetischer Felder auf metallischen Strukturen. Eines der einfachsten Anwendungsbeispiele ist für niedrige Frequenzen bereits Jahrzehnte bekannt: die Telegraphie über Metallleitungen in Form sogenannter „Sommerfeld-Wellen“.

Jürgen Jahns und sein Forschungsteam untersuchen, wie sich „Plasmonen“ im optischen oder Terahertz-Frequenzbereich unter anderen über nano-strukturierte Leiter ausbreiten. Die Ergebnisse können etwa für einen effizienteren Datenaustausch innerhalb eines Computerchips verwendet werden. Beim EOS-Jahrestreffen im September in Berlin stellten Prof. Jahns sowie seine Mitarbeiter Dr.-Ing. Stefan Helfert und André Edelmann ihre neuesten Forschungsergebnisse vor.

Matthias Fejes | 17.10.2014