„Die Reform der Tötungsdelikte“

Die heutige Fassung der Tötungstatbestände Mord und Totschlag wurde vom nationalsozialistischen Gesetzgeber erlassen. Dies ist einer der Gründe, warum sie Gegenstand der Kritik ist.


Renommierte Rechtsexperten diskutieren über Tötungstatbestände

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Die heutige Fassung der Tötungstatbestände Mord (§ 211 StGB) und Totschlag (§ 210 StGB) stammt aus dem Jahr 1941, wurde also vom nationalsozialistischen Gesetzgeber erlassen. Dies ist einer der Gründe, warum sie wiederholt Gegenstand der Kritik und von Reformvorschlägen geworden ist. In der letzten Zeit ist die Kritik lauter geworden und hat abermals zu einem Reformentwurf geführt, der vom Strafrechtsausschuss des Deutschen AnwaltVereins vorgelegt wurde. Die Veranstaltung führt einen Vertreter des Reformkonzepts und einen mit der Materie bestens vertrauten Strafrechtsgelehrten zusammen, die über den Reformentwurf diskutieren wollen.

Rechtswanwalt Dr. h.c. Rüdiger Deckers (Universität Potsdam) ist durch zahlreiche Strafprozesse bekannt gewordener Strafverteidiger und Mitglied des Strafrechtsausschusses des Deutschen AnwaltVereins. Er ist ist Mitverfasser des Entwurfs.

Prof. Dr. Wolfgang Mitsch hat sich in der Debatte um die Reform der Tötungsdelikte wiederholt zu Worte gemeldet und sich auch kritisch zu dem Entwurf des DAV-Ausschusses geäußert.

Veranstaltungsort am 14. November ab 17 Uhr ist das AVZ-Gebäude auf dem Campus der FernUniversität, Universitätsstr. 21, Raum B 121 (Großer Senatssaal).

Gerd Dapprich | 21.10.2014