„Der Kampf um die Hypothesen. Emilie du Châtelet zwischen Leibniz und den Newtonianern“

Die französische Wissenschaftlerin und Philosophin nahm in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wirkungsvoll an den Auseinandersetzungen zwischen Newtonianern und Leibnizianern teil.


Vortrag von Prof. Ruth Hagengruber am 4. Dezember im Forum Philosophicum

„Der Kampf um die Hypothesen. Emilie du Châtelet zwischen Leibniz und den Newtonianern“ ist am Donnerstag, 4. Dezember, ab 18.30 Uhr das Thema von Prof. Dr. Ruth Hagengruber (Universität Paderborn) im Forum Philosophicum der FernUniversität in Hagen. Veranstaltungsort ist das Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 bis 3. Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich willkommen.

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Emilie du Châtelet war eine herausragende französische Wissenschaftlerin und Philosophin der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, die aktiv und mit erheblicher Wirkung an den Auseinandersetzungen zwischen den Newtonianern und den Leibnizianern teilnahm.

Der Vortrag legt auf dem Hintergrund des berühmten „hypotheses non fingo“ der Newtonianer die Leibniz- und Newton-Rezeption der französischen Elite dar und bestimmt darin die besondere Leistung Emilie du Châtelet’s Position im Kontext der Epoche.

In ihrem naturphilosophischen Hauptwerk, der Naturlehre, widmete sie ein ganzes Kapitel der methodischen Analyse der Hypothesen und erläuterte deren Notwendigkeit für die Wissenschaft. In ihrer Lehre von den Hypothesen schuf sie einen innovativen und wirkungsreichen erkenntnistheoretischen Ansatz, da für sie Zahlen und alles Wissen letztlich nur Hypothesen sind.

Die Vortragsreihe Forum Philosophicum des Instituts für Philosophie findet unter dem Label des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt.

Gerd Dapprich | 13.11.2014