Hochschultag der FernUniversität mit Ehrung der besten Absolventinnen und Absolventen

Für Rektor Prof. Helmut Hoyer ist es unabdingbar, die besondere Rolle und die Leistungsfähigkeit der FernUniversität deutlich sichtbar zu machen und in die Landesplanung einfließen zu lassen.


Renommierter Fernstudienexperte hielt Festvortrag über „lange Ehe“ zwischen Technologie und Lernen

Lernen mit Handy und Tablet: Das ist nur ein Teil der Wahrheit. Neue, Technik-getriebene Entwicklungen für Studium und Lehre stellen für Universitäten eine große Herausforderung dar, ihr Studiensystem zu überdenken. Mit einem Blick von außen betrachtete Alan Tait, Professor an der britischen Open University, auf dem DIES ACADEMICUS, dem Hochschultag an der FernUniversität in Hagen, die „lange Ehe“ von Technologie und Lernen. Der international renommierte Fernstudienexperte zeigte in seinem Vortrag auf, wie sich die technischen Entwicklungen auf das moderne Fernstudium auswirken und welche Aufgaben auf die Hochschulen allgemein zukommen, um die digitale Technik für die Studierenden möglichst gut und sinnvoll nutzbar zu machen.

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Prof. Alan Tait hielt den Festvortrag beim Dies Academicus der FernUniversität.

Insbesondere im Fernstudium muss bei der Auswahl der einzusetzenden Lehr- und Lernwerkzeuge die spezielle Situation der Studierenden im Blick stehen. Denn diese sind zumeist im Alltag vielfach eingebunden und stellen hohe Ansprüche an die Studienorganisation.

Um die FernUniversität auch zukünftig leistungs- und aufgabengerecht im deutschen Hochschulsystem zu positionieren, erarbeitet sie gegenwärtig ihren neuen Hochschulentwicklungsplan 2020, darauf wies Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer hin. Insbesondere vor dem Hintergrund des neuen Hochschulgesetzes und der darin verankerten erstmaligen Erstellung eines Landeshochschulentwicklungsplanes, ist es unabdingbar, die besondere Rolle der FernUniversität aber auch ihre Leistungsfähigkeit deutlich sichtbar zu machen und in die Landesplanung einfließen zu lassen.

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Die Preisträgerinnen und Preisträger mit Rektor Prof. Helmut Hoyer (vorne re.) und Frank Walter (oben, 2. v. li.), der die Preise der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität und der Sparkasse Hagen überreichte.

Die Auszeichnung des wissenschaftlichen Nachwuchses für besondere Leistungen war ein festlicher Höhepunkt des Hochschultages.

Die Preise für die hervorragenden Examensarbeiten stiftete die Gesellschaft der Freunde der FernUniversität. Der Vorstandsvorsitzende Frank Walter überreichte sie an:

  • Manina Silvana Krämer (Langeneß), Magisterarbeit „Ärztliches Denken und Handeln im Handbuch des Paulos von Aigina“, Prof. Dr. Felicitas Schmieder (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften);
  • Nicole Dorner (Ennepetal), Bachelorarbeit „Auswirkungen eines per Online-Video-Instruktion durchgeführten Genusstrainings auf den wahrgenommenen Stress und das subjektive Wohlbefinden", Prof. Dr. Karl-Heinz Renner (jetzt Universität der Bundeswehr München);
  • Christian Schöner (Herzogenaurach), Bachelorarbeit „Über MIDY-Pseudoprimzahlen“, Prof. Dr. Luise Unger (Fakultät für Mathematik und Informatik);
  • Jutta Fitzek (Groß-Umstadt), Diplomarbeit „Parallelisierung des Particle-in-cell-Codes PATRIC mittels GPU-Programmierung“, Prof. Dr. Jörg Keller (Fakultät für Mathematik und Informatik);
  • Anja Ott (Plauen), Bachelorarbeit „Die Disponibilität des Urlaubsanspruchs unter Berücksichtigung der jüngsten Rechtsprechung des EUGH“, Prof. Dr. Kerstin Tillmanns (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
  • Sven Sachse (Bielefeld), Masterarbeit „Gefahr: "Outbreak“ – Rechtliche Probleme öffentlicher Intervention im biologischen Krisenfall: Prävention, Management, Nachwirkungen“, Prof. Dr. Andreas Haratsch (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
  • Birgit Böse (Hamburg), Bachelorarbeit „Der gemeine Wert von unternehmerischem Vermögen im Rahmen der Erbschaftsteuer – Quantitative Analyse auf Basis zukünftiger und tatsächlicher Erträge“, Prof. Dr. Stephan Meyering (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft);
  • Dr. Christoph Schaab (München), Masterarbeit „Empirischer Vergleich alternativer Strategien zur mehrperiodischen Portfolio-Selektion“, Prof. Dr. Andreas Kleine (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft).

Die Auszeichnung für die besten Promotionsarbeiten stiftete die Sparkasse Hagen. Der Vorstandsvorsitzende Frank Walter überreichte die Preise an:

  • Dr. Gerlind Pracht (Minden), Dr. der Philosophie, „Stressbewältigung durch Blended Training - Entwicklung und Evaluation eines ressourcenorientierten Online-Coachings“, Prof. Dr. Karl-Heinz Renner (jetzt Universität der Bundeswehr München);
  • Dr.-Ing. Lars Gollub (Hagen), „Verfahren zur Kontrollflussüberwachung in sicherheitsgerichteten Rechensystemen“, Prof. Dr. Wolfgang Halang und Prof. Dr. Matjaž Colnarič (Fakultät für Mathematik und Informatik);
  • Dr. Kilian Servais (Herne), Dr. der Rechtswissenschaft, „Der Softwarepflegevertrag“, Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth und Prof. Dr. Barbara Völzmann-Stickelbrock (Rechtswissenschaftliche Fakultät);
  • Dr. Daniel Weinreich (Hürth), „Essays on Norms, Fairness, Individual Risk Taking and Taxation“, Prof. Dr. Thomas Eichner und Prof. Dr. Alfred Endres (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft).

Den Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender erhielt in diesem Jahr Valérie Zimmer aus Luxemburg. Sie ist Studentin des Masterstudiengangs Bildung und Medien. Der Preis wurde von Rektor Prof. Helmut Hoyer überreicht.

Gerd Dapprich | 17.11.2014