„Gesellschaft in Serie: The Wire“

Der Medien-, Film- und Literaturwissenschaftler Daniel Eschkötter führt in die hochgelobte US-Fernsehserie und in die Gesellschaftsanalysen gegenwärtiger amerikanischer TV-Serien ein.


Coesfelder BürgerUniversität am 3. Dezember

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Die amerikanische Serie „The Wire“, die zwischen 2002 und 2008 beim PayTV-Kanal HBO ausgestrahlt wurde, gilt vielen Kritikerinnen und Kritikern als bedeutendste Fernsehserie überhaupt und als würdige Nachfolgerin der großen Gesellschaftsromane des 19. Jahrhunderts. David Simon, ein ehemaliger Polizeireporter der „Baltimore Sun“, und Ed Burns, der 27 Jahre als Polizist und Lehrer tätig war, haben in ihr die amerikanische deindustrialisierte Großstadt Baltimore, Maryland, zur Protagonistin gemacht. Ihre Serie sind 60 Stunden Gesellschaftsanalyse, investigativer und parteiischer Journalismus und Neuerfindung des TV-Krimis. In ihnen wenden sie sich gleichermaßen dem Sprechen der Straße und der Politik, Straßendealern und Drogenbossen, Hafenarbeitern und Mordermittlern, Abhängigen und Bürgermeistern, Schulkindern und Zeitungsveteranen zu.

Die BürgerUniversität findet im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt. Veranstalterin ist die Ernsting's family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften (Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke).

Gerd Dapprich | 20.11.2014