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Aktuelles - Dezember 2014

Mobile Module

Virtuelles Auslandsstudium für interkulturelle Erfahrung

Europakarte mit EU-Sternen im Vordergrund.
Die FernUni kooperiert für den virtuellen Auslandsaufenthalt mit zahlreichen europäischen (Fern-)Universitäten. Foto: Thinkstock / iStock

Andere Wissenschaftskulturen kennenzulernen, Kontakt zu Studierenden aus Europa knüpfen und Fremdsprachenkenntnisse verfeinern. Möglich macht es der „Virtuelle Auslandsaufenthalt“ für Studierende des Bachelor-Studiengangs Kulturwissenschaften der FernUniversität in Hagen.

„Durch den Virtuellen Auslandsaufenthalt können unsere Studierenden Kursmodule in den Fächern Literatur, Geschichte und Philosophie anderer europäischer Fern- beziehungsweise Präsenzuniversitäten mit Fernstudienangebot belegen“, sagt Prof. Dr. Thomas Bedorf. Er ist Leiter des Lehrgebiets Philosophie III der FernUniversität. Gemeinsam mit den anderen kulturwissenschaftlichen Lehrgebieten entwickelte und koordinierte sein Lehrgebiet dieses Angebot.

Im Zuge der Einrichtung der Studienkoordinationsstellen an der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften (KSW) übernimmt nun Christiane Lammers vom KSW-Zentralbereich diese Aufgabe.

Interkulturelle Erfahrung

„Im regelmäßigen Kontakt mit ausländischen Studierenden und einer anderen Wissenschaftskultur sollen Studierende interkulturelle Erfahrung sammeln“, sagt Thomas Bedorf. Das bereichere die berufliche wie die persönliche Weiterentwicklung. Dafür knüpfte der Hagener Philosoph in den vergangenen vier Jahren zusammen mit seinem Mitarbeiter Dr. Steffen Herrmann ein Netzwerk aus europäischen Kooperationspartnern. Zu den im Ausland studierbaren Kursmodulen gehören unter anderem Seminare über „Woman in Irish and European Society“ und „Philosophy of Values“ an der Dublin City University (DCU). Aber auch „Historiographie“ und „Cultuurfilosofie“ an der Open Universiteit in den Niederlanden. Die DCU ist zwar eine Präsenzuniversität, beherbergt aber seit 1982 die nationale Fernlehre-Plattform „OSCAIL“. Damit bietet sie neben dem Präsenz- auch ein Fernstudienangebot an.

EU-unterstützt

Hilfreich fürs Kontakteknüpfen war die Kursaustauschplattform „EPICS“ – European Portal of International Courses and Services. Es ist ein Projekt, das in Verbindung mit dem „Education & Culture“-Programm der Europäischen Union (EU) und dem europäischen Netzwerk der Fernuniversitäten (EADTU) durchgeführt wurde. Der Vorteil dieser Zusammenarbeit: Es wurden konkrete Kooperationsverträge geschlossen. Diese regeln Rahmenbedingungen wie die Anrechnung von Studienleistungen. Für Studierende heißt das: „Rechtssicherheit“, sagt Dr. Steffen Hermann, der bisherige Ansprechpartner für den virtuellen Auslandsaufenthalt. Denn „bei Kooperationspartnerinnen und Kooperationspartnern der FernUniversität erbrachte Modulleistungen sind problemlos bei uns anrechenbar.“ Ein weiteres Hindernis konnte ebenfalls mit Hilfe der Kooperationsverträge, zumindest teilweise, aus dem Weg geräumt werden. Denn nun steht eine begrenzte Anzahl gebührenfreier Plätze für das Programm zur Verfügung.

Alternative Wege

Module können auch an ausländischen Universitäten absolviert werden, mit denen die FernUniversität keine Kooperationsvereinbarung hat. Die Modul-Gebühren müssen dann allerdings von den Studierenden selbst getragen werden.

In bestimmten Fällen gewährt der AStA der FernUniversität ein Internationalisierungsdarlehen. Weitere Fragen beantwortet der AStA: buero@asta-fernuni.de.

Einen Überblick über die europäischen Fernuniversitäten bietet die Webseite der EADTU, insbesondere die dort vorhandene Mitgliederliste mit entsprechenden Verlinkungen. Interessierte sollten sich, wenn sie sich für ein Modul ihrer internationalen Wunschuniversität entschieden haben, vorab über die Anrechenbarkeit des externen Studienangebots informieren.

Dazu sind genaue Angaben über die Vergleichbarkeit der Modulinhalte, des Modulumfangs und der Prüfungsleistungen notwendig. Um ein sogenanntes Learning Agreement abzuschließen, sollten sich Studierende mit dem KSW-Prüfungsamt der FernUniversität in Verbindung setzen.

Bewerbung bis 1. Oktober jedes Jahres

Interessierte können sich bei Fragen per E-Mail an Christiane Lammers vom KSW-Zentralbereich der FernUniversität wenden: christiane.lammers@fernuni-hagen.de. Eine frühzeitige Kontaktaufnahme ist auch aufgrund der begrenzten Anzahl gebührenfreier Plätze empfehlenswert. Bewerbungsschluss ist der 1. Oktober jedes Jahres.

Matthias Fejes | 08.12.2014
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de