Höhere Effizienz durch intelligente Planungsverfahren

Prof. Thomas Volling vom Lehrstuhl für Produktion und Logistik organisierte eine Tagung innerhalb des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft.


Wissenschaftliche Kommission für Produktionswirtschaft tagte an der FernUniversität

Ein Mann steht an einem Pult: Prof. Thomas Volling eröffnet die Logistiktagung an der FernUniversität.
Prof. Thomas Volling eröffnet die Tagung für Produktionswirtschaft an der FernUniversität.

Wie lässt sich die Verfügbarkeit anspruchsvoller medizinischer Produkte trotz Unzulänglichkeiten in der Produktion absichern? Welchen Beitrag leisten intelligente Planungsverfahren zur Erhöhung der Energieeffizienz in der Produktion? Wie kann die Kluft zwischen Vertrieb und Produktion im komplexen Umfeld einer kundenindividuellen Massenproduktion überbrückt werden? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigte sich die diesjährige Herbsttagung der Wissenschaftlichen Kommission für Produktionswirtschaft des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft, die im November 2014 unter dem Rahmenthema „Produktions- und Supply Chain Management in Industrie- und Dienstleistungsunternehmungen“ auf dem Campus der FernUniversität in Hagen stattfand.

Der Vorsitzende der Kommission für Produktionswirtschaft, Prof. Dr. Hans Corsten, und Prof. Dr. Thomas Volling, Inhaber des Lehrstuhls für Produktion und Logistik, begleiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 17 Hochschulen durch die zahlreichen Forschungsbeiträge aus dem In- und Ausland. Für die FernUniversität setzte sich Emeritus Prof. Dr. Dr. h.c. Günter Fandel mit der Frage auseinander, wie sich Investitionsentscheidungen in der Wertschöpfungskette koordinieren lassen.

Ein Highlight der Veranstaltung war die Vergabe des Horst-Wildemann-Preises für innovative Managementkonzepte, den die Kommission auslobt. Preisträger Dipl.-Kfm. Eric Grosse hat mathematische Funktionen zur Beschreibung menschlicher Arbeit analysiert und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet, um zukünftig menschliche Faktoren – wie Lernen, Motivation oder Verletzungsrisiken – in die Intralogistikplanung einzubeziehen. So können Logistikprozesse effizienter gestaltet und die Qualität der Arbeitsplätze verbessert werden. Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert.

Speziell an den wissenschaftlichen Nachwuchs richtete sich ein Workshop zum Thema „Professionell präsentieren im Vorlesungskontext“. Die Nachwuchswissenschaftler diskutierten, wie Lehrende durch ihre Persönlichkeit und vor allem Vorlesungsdidaktik dazu beitragen, dass der Lernerfolg bei den Studierenden gesteigert werden kann.

Die Resonanz auf die Herbsttagung war überaus positiv und so freut sich Prof. Volling bereits auf die Tagung im nächsten Jahr. Er resümiert: „Moderne Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sind angewiesen auf leistungsfähige Ansätze des Produktions- und Supply Chain Managements. Die Vorträge zeigen eindrucksvoll, welche Verbesserungen noch erreichbar sind.“

Die Kommission für Produktionswirtschaft informiert auf ihren Internetseiten über weitere Tagungen.

Anja Wetter | 04.12.2014