„Sehnsucht nach einem Gespräch“

Der Briefwechsel der bedeutenden Juristen Carl Schmitt und Ernst Rudolf Huber ermöglicht wichtige Erkenntnisse zur Wissenschafts- und Universitäts- wie zur allgemeinen Geschichte.


Der Briefwechsel zwischen Carl Schmitt und Ernst Rudolf Huber 1926 – 1982

Illustration

„Sehnsucht nach einem Gespräch“ ist der Titel des Vortrags am Montag, 2. Februar, 17 Uhr, in der Vortragsreihe Europäische Verfassungswissenschaften des Dimitris-Tsatsos-Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften der FernUniversität in Hagen. Es geht um den Briefwechsel zwischen zwei der bedeutendsten deutschen Juristen des 20. Jahrhunderts – Carl Schmitt und Ernst Rudolf Huber – in den Jahren 1926 bis 1982. Er ist eine zentrale Quelle zur Intellektuellengeschichte. Referent ist Prof. Dr. Ewald Grothe, Veranstaltungsort der Kleine Senatssaal der FernUniversität, AVZ-Gebäude, 1. Etage, B 118, 58097 Hagen. Zu der Veranstaltung unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen, der Eintritt ist frei.

Carl Schmitt (1888 – 1985) und sein Schüler Ernst Rudolf Huber (1903 – 1990) zählen zu den bedeutendsten deutschen Juristen des 20. Jahrhunderts. Die bisher ungedruckte Korrespondenz von rund 220 Briefen und Karten aus den Jahren 1926 bis 1981 ermöglicht wichtige Erkenntnisse sowohl zur Wissenschafts- und Universitätsgeschichte als auch zur allgemeinen deutschen Geschichte. Es handelt sich um einen schriftlichen Austausch mit politischer Brisanz und intellektuellem Anspruch. Er gibt einen intensiven Einblick in das NS-Engagement der Briefpartner und die spätere Reflexion des eigenen Verhaltens unter den Bedingungen der Diktatur. Der Briefwechsel ist von den beteiligten Korrespondenzpartnern und von seiner inhaltlichen Relevanz her eine zentrale Quelle zur Intellektuellengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Gerd Dapprich | 12.01.2015