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Aktuelles - Januar 2015

Herausforderungen der schulischen Inklusion

Masterarbeit von Sabine Oymanns in Best-Masters-Programm des Springer-Verlags aufgenommen

Wer mehr über die Masterarbeit von Sabine Oymanns erfahren möchte, kann sich hier informieren.

„Die FernUniversität hat mir sehr viele Entwicklungsmöglichkeiten gegeben“, blickt Sabine Oymanns in ihrem Büro auf dem Campus auf die vergangenen sieben Jahre zurück. 2007 schrieb sich die alleinerziehende Mutter (46) von drei Kindern (16, 12 und 9 Jahre alt) ohne Abitur über das Akademiestudium an der Hochschule ein. Heute ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Internationalisierung von Bildungsprozessen der FernUniversität in Hagen.

Jetzt ist ihre Masterarbeit „Herausforderungen in der Umsetzung der schulischen Inklusion“ in das Best-Masters-Programm 2015 des Wissenschafts-Verlags Springer aufgenommen worden. Das heißt: Sie wird als eine von 30 Arbeiten aus dem deutschsprachigen Raum ohne Druckkosten-Zuschuss publiziert und kann darüber hinaus über die Springer-Plattform online abgerufen werden.

Ansporn und Motivation

Für Sabine Oymanns ist das Ansporn, Motivation und vor allem eine wichtige Veröffentlichung. Denn für Publikationen fehlt ihr neben ihren familiären Aufgaben, der Arbeit im Lehrgebiet und ihrer Promotion schlicht die Zeit, zumal sie sich im Masterstudiengang Soziologie weitere Grundlagen erarbeitet.

Schon jetzt ist ihr ungewöhnlicher Weg an der FernUniversität, den die gelernte Fachverkäuferin flexibel an ihren Alltag mit drei Kindern und ihre ehrenamtliche Beratungstätigkeit für Familien mit „ungewöhnlichen“ Kindern angepasst hat, beeindruckend: Zugangsprüfung, erst den Bachelor in Bildungswissenschaft, dann den Master eEducation. Nach drei Jahren als Hilfskraft im Lehrgebiet Lebenslanges Lernen, arbeitet Sabine Oymanns seit 2013 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Lehrgebiet Internationalisierung von Bildungsprozessen und will in den nächsten zwei Jahren ihr Promotionsprojekt abschließen.

Dieses ist wie ihre Masterarbeit im Themenfeld Inklusion angesiedelt. In der Forschungsarbeit geht es konkret um Interaktionen zwischen Lehrenden und Lernenden, um Selbststeuerungskompetenzen der Lehrkräfte und die Nutzung reflexiver Prozesse sowie um Ressourcen in den Teams. In ausgewählten Schulen sind hier bereits Untersuchungen mit einem onlinebasierten Tool, Fragebögen und Hospitationen geplant.

Praxisnahe Ergebnisse für schulische Inklusion

Als ein Ziel der Forschungsarbeit sollen die teilnehmenden Schulen von den Ergebnissen profitieren. „Es geht um das Wissen über individuelle Selbststeuerungskompetenzen und Motivatoren, verbunden mit Wissensmanagement auf der Ebene der Institution“, erklärt Oymanns. „Die Ergebnisse sollen die unterschiedlichen Stärken eines Teams aufdecken und zeigen, wo sich Lehrende in der Inklusion ergänzen können. Denn so kann in dem gesellschaftlichen Paradigmenwechsel ein individueller Perspektivwechsel begleitet werden.“

Ihre Zukunft nach der Promotion sieht Sabine Oymanns in der Fortführung der Online-Betreuung im Hochschulkontext. Derzeit ist sie Ansprechpartnerin für die Studierenden im Modul 6 „Gesellschaftliche Rahmenbedingungen“ des Masterstudiengangs eEducation. „Die Studierenden kommen mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen. Im Master studieren sowohl Bildungswissenschaftler, als auch Absolventen anderer Fachbereiche. Die Spanne reicht darüber hinaus von frischen Bachelor-Absolventen bis zu Fachkräften, deren Studium etliche Jahre zurückliegt “, sagt Oymanns. „ Im Sinne der Inklusion ist das Spannungsfeld zwischen Individualisierung in der (virtuellen) Betreuung und der (notwendigen) Standardisierung eine spannende Zukunftsaufgabe.“

Gewonnen durch Austausch mit Studierenden und Lehrenden

Sie selbst hat in den ersten Semestern vor allem vom Austausch über Moodle, Skype und E-Mail profitiert und letztlich dank des virtuellen Zuspruchs die Anmeldung zu ihren ersten Klausuren gewagt. „Ich hatte nichts zu verlieren und habe sehr viel bekommen, dafür möchte ich ganz besonderen Menschen danken“, blickt sie auf ihren Start an der FernUniversität zurück.

Carolin Annemüller | 09.01.2015
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