„Schluss mit dem ewigen Aufschieben“

Der Sachbuchautor und Psychoanalytiker Hans-Werner Rückert gibt Hinweise und Tipps, schwierige Entscheidungen und wichtige Projekte anzugehen - statt sie aufzuschieben.


Noch freie Plätze für Vortragsabend im Regionalzentrum Berlin

Eine Frau sitzt zwischen zwei Bücherstapeln und dreht ihre Haare über einen Finger. Ihr Blick drückt Verzweifelung aus.

Wer hat sich nicht vorgenommen, 2015 ein gesünderes Leben zu führen, den alltäglichen Schlendrian zu bekämpfen, seine Festplatte oder seinen Keller zu entrümpeln, das Studium oder die Promotion energischer voranzutreiben und generell Dinge nicht mehr auf die lange Bank zu schieben. Und wer hat nicht schon wiederholt die Erfahrung gemacht, dass diese Vorsätze fromme Wünsche blieben. Wer schwierige Entscheidungen und wichtige Projekte aufschiebt, leidet unter unrealistischen Ansprüchen an sich selbst und fürchtet Erfolg ebenso wie Versagen.

Aufschiebeverhalten, wissenschaftlich als Prokrastination beschrieben, kann sowohl eine abhängig machende Angewohnheit sein wie ein Symptom tiefer liegender Konflikte und ein Abwehrmechanismus, mit dem Ziel, die Selbstachtung vor Kränkungen und Belastungen zu schützen. Paradoxerweise ruiniert hartnäckiges Aufschieben genau das, was es schützen soll: das Selbstwertgefühl.

Sachbuchautor Hans-Werner Rückert, Diplom-Psychologe und Psychoanalytiker an der Freien Universität Berlin und seit mehr als 20 Jahren in der Behandlung von Aufschiebern erfahren, gibt eine Fülle von praktischen Hinweisen und Tipps, wie diese Störung überwunden werden kann – oder wie man es erreichen kann, sich selbst mitsamt seinem Aufschieben zu akzeptieren. Rückert spricht am Montag, 26. Januar, von 18 bis 20 Uhr in den Seminarräumen des Regionalzentrums Berlin. Für den Abend ist eine Anmeldung erforderlich.

Anja Wetter | 19.01.2015