„Gelungene Wiedervereinigung?“

Der Referent Prof. Lothar Bertels hat in einer 23-jährigen Studie in Gotha untersucht, wie die Menschen den Umbruch der ehemaligen DDR seit 1990 wahrgenommen und verarbeitet haben.


Vortrag über „Chancen und Risiken am Beispiel einer ostdeutschen Stadt“ am 4. Februar

„Gelungene Wiedervereinigung?“ ist der Titel eines Vortrags in der BürgerUniversität Coesfeld, in dem der außerplanmäßige Professor Dr. Dr. h.c. Lothar Bertels von der FernUniversität in Hagen über die „Chancen und Risiken am Beispiel einer ostdeutschen Stadt“ spricht. Die öffentliche Veranstaltung unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs findet im WBK – Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Str. 29, 48653 Coesfeld, am Mittwoch, 4. Februar, ab 19 Uhr statt. Veranstalterin ist die Ernsting's family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften (Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke).

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In dem Vortrag geht es um den Transformationsprozess seit 1990 am Beispiel der ostdeutschen Mittelstadt Gotha. Grundlage des Forschungsprojektes, das in seinen Ergebnissen vorgestellt wird, ist eine Langzeitstudie, in der über eine Zeitspanne von 23 Jahren Entwicklungsprozesse untersucht werden konnten. Im Vortrag wird gezeigt, wie die Menschen den fundamentalen gesellschaftlichen Umbruch der ehemaligen DDR im Alltagsleben seit 1990 wahrgenommen und verarbeitet haben. Im Zusammenhang mit dieser außergewöhnlichen Studie ist ein Dokumentarfilm entstanden, der in Auszügen gezeigt wird.

Der Stadt- und Regionalsoziologe Lothar Bertels war seit 2003 außerplanmäßiger Professor am Institut für Soziologie an der FernUniversität. Im Sommer 2014 trat er in den Ruhestand.

Gerd Dapprich | 08.01.2015