Internationale Rechtsvergleiche

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät plant, ihr Programm für Summer Schools und virtuelle Auslandsaufenthalte auszuweiten. Auch Beschäftigte sollen interkulturelle Kompetenz erwerben.


Kooperation mit Fernuniversitäten in Niederlanden und Spanien

Vier Personen sitzen an einem Tisch nebeneinander und unterschreiben jeweils ein Dokument: Prof. Alejandro Tiana Ferrer (UNED), Prof. Anja Oskamp (OU) und Prof. Helmut Hoyer (FernUniversität) unterzeichneten die internationale Kooperation ihrer Rechtswissenschaftlichen Fakultäten auf der EADTU-Konferenz in Krakau unter der Moderation von Dr. Paulo Dias (re., Universidade do Minho, Portugal).
Prof. Alejandro Tiana Ferrer (UNED), Prof. Anja Oskamp (OU) und Prof. Helmut Hoyer (FernUniversität) unterzeichneten die internationale Kooperation ihrer Rechtswissenschaftlichen Fakultäten auf der EADTU-Konferenz in Krakau unter der Moderation von Dr. Paulo Dias (re., Universidade do Minho, Portugal).

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät an der FernUniversität in Hagen erhöht die virtuelle Mobilität für ihre Studierenden und Beschäftigten. Dazu wird die bereits bestehende Kooperation mit der Open Universiteit Nederland (OU) und der spanischen Universidad Nacional de Educaión a Distancia (UNED) ausgeweitet. Eine entsprechende Vereinbarung haben Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer (FernUniversität), Prof. Dr. Anja Oskamp (Rektorin OU) und Prof. Dr. Alejandro Tiana Ferrer (Rektor UNED) auf der EADTU-Konferenz im Oktober 2014 in Krakau unterzeichnet. Sie nimmt jetzt Gestalt an.

Virtuell ins Ausland

Das bedeutet konkret: Die Summer Schools für Bachelor-Studierende laufen weiterhin bis zu zwei Wochen, in denen die Teilnehmenden Vorlesungen aus den verschiedenen Rechtsordnungen hören und gemeinsam an internationalen Fragestellungen arbeiten – inklusive einer simulierten Gerichtsverhandlung, einem sogenannten Moot Court.­ Seit 2007 haben bislang rund 250 Studierende an dem Angebot, das zwischen den drei beteiligten Ländern rotiert, teilgenommen.

Die Fakultät wird eine Förderung der internationalen Projekte über das „ERASMUS+“-Programm der Europäischen Union beantragen. Bei einer positiven Förderungszusage soll es Summer Schools für Studierende im Studiengang Master of Laws geben. „Dafür entwickeln wir ein eigenes Konzept mit vertiefenden rechtswissenschaftlichen Inhalten“, erläutert Nils Szuka, Leiter des Zentralbereichs der Rechtswissenschaftlichen Fakultät in Hagen. Darüber hinaus arbeiten die drei Partneruniversitäten an gemeinsamen, englischsprachigen Modulen für einen virtuellen Auslandsaufenthalt, für den sich Master-Studierende und Promovierende bewerben können.

„Fernstudierende haben nicht so leicht die Möglichkeit, tatsächlich ins Ausland zu gehen. Über die virtuellen Module haben sie die Chance, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln“, sagt Szuka. Für Bachelor-Studierende gibt es bereits die Möglichkeit, Auslandsmodule in der jeweiligen Landessprache zu belegen und sich diese an der Heimatuniversität als Studienleistung anerkennen zu lassen.

Erasmus+ für Fakultätsangehörige

Über das Programm Erasmus+ möchte die Fakultät darüber hinaus eigene Beschäftigte und Lehrende interkulturelle Kompetenz vermitteln. „Das hat für uns eine hohe Priorität“, sagt Szuka. Von der internen Forschungsförderung an der FernUniversität wird die Fakultät mit Mitteln unterstützt, aus denen sie eine Stelle für die Schaffung eines internationalen Doktorandenkollegs finanziert. Die Fakultät konnte den spanischstämmigen Juristen Dr. Juan Garcia Blesa für diese Position gewinnen.

Anja Wetter | 26.01.2015