Hagener Know-how international gefragt

Prof. Herwig Unger von der FernUniversität unterstützt seine thailändischen Fachkolleginnen und -kollegen beim Aufbau eines Master-Studiengangs. Der DAAD fördert das Projekt für zwei Jahre.


DAAD fördert Fernlehrkooperation zwischen Bangkok und Hagen

Zwei Männer blicken in die Kamera. Im Hintergrund die Aufschrift: Faculty of Information Technology.
Prof. Herwig Unger und Prof. Phayung Meesad bauen in Bangkok einen Fernstudiengang auf. Der DAAD fördert das Projekt.

Jahre.

Fernlehre nach dem Hagener Modell ist international gefragt. Das belegt ein aktuelles Kooperationsprojekt zwischen der King Mongkut's University of Technology North Bangkok (KMUTNB) und der FernUniversität in Hagen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bewilligte jetzt eine Projektförderung für zwei Jahre. Das Ziel: Aus ihrem Abendstudiengang „Information Systems“ (Master of Science) möchte die KMUTNB einen Fernstudiengang nach Hagener Vorbild machen.

Die beiden Fachkollegen Prof. Dr.-Ing. habil. Herwig Unger vom Lehrgebiet Kommunikationsnetze der FernUniversität und Prof. Phayung Meesad von der Faculty of Information Technology der KMUTNB arbeiten dafür eng zusammen: „Auch in Thailand herrscht ein starker Wettbewerb der Universitäten um Studierende. Die King Mongkut's University möchte sich durch einen Fernstudiengang neue Zielgruppen erschließen“, sagt Prof. Herwig Unger. Das seien vor allem Menschen im Beruf, denn die Arbeitszeiten in Thailand seien wesentlich länger als in Deutschland. So bleibe weniger Zeit, sich parallel zur Arbeit in Präsenzform weiterzubilden. „Wir freuen uns, dass wir einen Beitrag zur individuelleren Bildung leisten können und dass der DAAD dieses Projekt fördert“, betont Herwig Unger.

Regelmäßiger Austausch

Geplant ist nun der Aufbau einer Fernstudieninfrastruktur an der KMUTNB. Außerdem ein regelmäßiger Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen Bangkok und Hagen. Prof. Unger wird das Projekt von Hagen aus koordinieren und regelmäßig an der KMUTNB den Aufbau des Fernstudiengangs fachlich begleiten.

Drei Lehrende der KMUTNB werden im Gegenzug für einen Monat an die FernUniversität kommen, um sich vor Ort das Hagener Fernstudiensystem in der Praxis zu erschließen. Das betrifft die Abläufe in der Lehre, beispielsweise die Zusammenstellung von Studienmaterialien. Auch mit den technischen Voraussetzungen der netzgestützten Fernlehre werden sie sich in Hagen vertraut machen.

Der Fernstudiengang „Informations Systems“ ist zunächst ein Modellversuch. Wenn er glückt, sollen weitere Fernstudiengänge folgen.

Matthias Fejes | 30.03.2015