Von Mythen und Menschen

Zeichnung, Malerei und Collage: Die Bibliothek der FernUniversität zeigt vom 16. März bis 13. April zahlreiche Werke der Künstlerin Helga Elben (1930-2014). Der Eintritt ist frei.


Kunstbücher und Bildserien geben Einblick in die Arbeit von Helga Elben

Für ihre Collagen hat Helga Elben auch literarische Texte verwendet.
Drei Männer stehen hinter einer Glasvitrine: Georg Schirmers (UB), Dr. Wolfgang Elben und Michael Koch (UB).
Bestückten die Ausstellung: (v.li.) Georg Schirmers (UB), Dr. Wolfgang Elben und Michael Koch (UB).

Ausstellungszeitraum: 16. März bis 13. April

Eröffnung: 16. März um 19 Uhr, UB, Universitätsstraße 23, 58097 Hagen

Öffnungszeiten: Mo–Do von 9–19 Uhr, Fr von 9–16 Uhr, Sa von 9–13 Uhr (Eintritt frei)

Helga Elben hat sich auf ihre Werke mit Lesen vorbereitet. Die Gefühle, die die Texte bei ihr auslösten, hat sie in Collagen, Bildern und Objekten umgesetzt. Auch eigene Texte hat sie illustriert und Fotos mit Farben verändert. Dabei sind nicht nur einzelne Blätter entstanden, Helga Elben (1930–2014) hat Mappen und komplette Kunstbücher geschaffen. Ein wahrer Fundus an Aquarellen mit meist handschriftlichen Passagen.

Im Ausstellungsraum der Universitätsbibliothek (UB) der FernUniversität sind ab Montag, 16. März, zahlreiche Kunstwerke von Helga Elben auf dem Campus in Hagen zu sehen: in Tisch- und Hochvitrinen und hinter Glas an der Wand. Die Ausstellung trägt den Titel „Von Mythen und Menschen. Kunstbücher und Bildserien“. „Dieser besondere literarische Akzent in der Kunst passt gut zur Universitätsbibliothek als Ausstellungsort“, sagt Georg Schirmers, Fachreferent in der UB und Mitorganisator der Ausstellung.

Die Künstlerin verstarb vor einem Jahr, aber ihr Mann Dr. Wolfgang Elben hütet die Werke und sorgt dafür, dass sie weiterhin zu sehen sind. An der FernUniversität ist es nach 1983 und 1993 die dritte Schau. Ergänzt wird sie mit einem Kurzfilm über Helga Elbens künstlerisches Schaffen. Die Ausstellung wird am Montag, 16. März, um 19 Uhr durch Georg Schirmers im Ausstellungsraum der UB eröffnet. Die Einführung übernimmt der stellvertretende Leiter des Kunstmuseums Bochum, Sepp Hiekisch-Picard.

Momente aus dem Alltag

Berührt haben die Künstlerin nicht nur Worte, auch Beobachtungen aus ihrem Umfeld hat sie mit dem Zeichenstift in Szene gesetzt. „Sie hatte immer Papier dabei – ob im Café oder auf unseren Reisen“, erinnert sich ihr Mann. Sie schuf ihre eigene Bildwelt, verarbeitete alltägliche Momente und mythenhafte Gestalten. Wiederholt hat sie sich mit der Figur des Ikarus auseinandergesetzt. Ebenso wie mit Texten von Johann Wolfgang von Goethe, Heinrich Heine, Gottfried Benn und Heinrich von Kleist, Gedichten und Märchen.

„Sie hat immer den Bezug zur Gegenwart gesucht und auf soziale oder politische Probleme aufmerksam gemacht“, beschreibt Wolfgang Elben. Seine Frau war eine moderne, zeitgenössische Künstlerin mit Humor, der sich fein in ihren Werken widerspiegelt.

Werke in öffentlichen Sammlungen

Zahlreiche Arbeiten von Helga Elben befinden sich in öffentlichen Sammlungen. Dazu gehören unter anderem das Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf, das Kleist-Museum Frankfurt (Oder), das Osthaus-Museum Hagen, das Victoria and Albert-Museum London, das Germanische Nationalmuseum Nürnberg, das Klingspor-Museum Offenbach und die Herzog-August-Bibliothek Wolfenbüttel. Regelmäßig hat sie in Venedig ausgestellt, wo ihre Werke auch künftig zu sehen sein werden.

Anja Wetter | 02.03.2015