Werden Tätigkeiten von Frauen und Männern angemessen und gerecht bezahlt?

Mit welchen Instrumenten kann die Gleichwertigkeit von Tätigkeiten geprüft werden? Dr. Andrea Jochmann-Döll stellt am 4. Mai das Messinstrument „eg-check.de“ vor.


„Frauen und Männer im Gespräch“: Vortrag im Rahmen der Europawochen

Im Rahmen der Hagener Europawochen erläutert Dr. Andrea Jochmann-Döll am Montag, 4. Mai, anhand welcher Instrumente die Feststellung der Gleichwertigkeit von Tätigkeiten gelingen kann: „Entgeltgleichheit und eg-check.de als Instrument zur Feststellung der Gleichwertigkeit und der diskriminierungsfreien Arbeitsbewertung in Europa“. Die Veranstaltung in der Vortragsreihe Frauen und Männer im Gespräch findet im Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 und 2, ab 18 Uhr statt und ist öffentlich. Bei der Veranstaltung kooperiert die Gleichstellungsstelle der FernUniversität mit Europe Direct Hagen.

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Die Europäische Kommission hat im März 2014 Empfehlungen zur Stärkung des Grundsatzes des gleichen Entgelts für Frauen und Männer durch Transparenz herausgegeben. Dabei hat sie einen deutlichen Schwerpunkt auf die Feststellung der Gleichwertigkeit und der diskriminierungsfreien Arbeitsbewertung gelegt.

Nach tradierten Vorstellungen gilt „Frauenarbeit“ tendenziell als weniger wert im Vergleich zu „Männerarbeit“. Diese Wertvorstellungen finden ihren Niederschlag auch in gesetzlich, tariflich oder betrieblich vereinbarten Entgeltordnungen. Deshalb muss mit Blick auf die Entgeltgleichheit geprüft werden, ob unterschiedliche Tätigkeiten von Frauen und Männern ihrem Wert entsprechend, angemessen und gerecht bezahlt werden. Dies gilt zum Beispiel für die Hochschulsekretariate. Entsprechen deren Vergütungen dem Wert dieser Arbeitsplätze, verglichen mit eher männlich dominierten Tätigkeiten an einer Hochschule?

Anhand welcher Instrumente kann die Feststellung der Gleichwertigkeit von Tätigkeiten gelingen? Dr. Andrea Jochmann-Döll wird das von ihr mitentwickelte Instrument eg-check.de vorstellen und mit schwedischen, britischen und schweizerischen Instrumenten vergleichen.

Weitere Informationen: Gleichstellungsstelle, Tel. 02331 – 987 1346.

Gerd Dapprich | 15.04.2015