Unscheinbare Jahrhundertgestalt

Im krassen Gegensatz zur Dauer der politischen Karriere Erich Honeckers und seiner jahrzehntelangen Machtfülle steht seine persönliche Farblosigkeit.


„Erich Honecker als biographische Herausforderung“ im Lüdenscheider Gespräch am 21. Mai

Erich Honecker (1912 – 1994) zählte von der Dauer seiner politischen Karriere wie von seiner jahrzehntelangen Machtfülle als oberster Repräsentant der SED-Herrschaft in der DDR her zu den prägenden Politikern des 20. Jahrhunderts. Eine lebensgeschichtliche Annäherung hat aber mit dem Kontrast von politischer Bedeutung und persönlicher Farblosigkeit zu kämpfen. Im Gedächtnis der Gegenwart wie in der Überlieferung der Akten tritt die fassbare Persönlichkeit weit hinter das Anstaltscharisma der Partei zurück. Prof. Dr. Martin Sabrow geht in seinem Vortrag „Der Unscheinbare: Erich Honecker als biographische Herausforderung“ im Lüdenscheider Gespräch der Frage nach, wie sich diese biographische Herausforderung bewältigen lässt und welche Erkenntnischancen sich mit der Biographie einer unscheinbaren Jahrhundertgestalt verbinden.

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Die öffentliche Veranstaltung am Donnerstag, 21. Mai, beginnt um 18 Uhr im Kulturhaus Lüdenscheid, Freiherr-vom-Stein-Str. 9, 58511 Lüdenscheid. Die „Lüdenscheider Gespräche“ des Instituts für Geschichte und Biographie der FernUniversität finden unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs statt.

Prof. Dr. Martin Sabrow ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) in Potsdam und Professor für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin.

Auskünfte erteilt Eva Engelhardt, E-Mail Eva.Engelhardt@FernUni-Hagen.de.

Gerd Dapprich | 27.04.2015