Freundesgesellschaft unterstützt Jubiläumsaktivitäten

Identifikation mit der FernUniversität: Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen innerhalb der Freundesgesellschaft steigt weiterhin. Der Verein unterstützt die Jubiläumsaktivitäten.


Mitgliederversammlung von Besuch durch Oliver Bierhoff geprägt

Ein Mann steht am Redepult: Frank Walter eröffnet als Vorsitzender der Freundesgesellschaft die Mitgliederversammlung.
Frank Walter eröffnet als Vorsitzender der Freundesgesellschaft die Mitgliederversammlung.

Oliver Bierhoff sei der typische Fernstudent: Er hatte keine Zeit fürs Studium. „Andererseits hat er das Studium mit eleganter Lässigkeit geschafft“, stellte Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick fest. Ob typisch oder untypisch: Der Manager der deutschen Nationalmannschaft hinterließ mit seinem Auftritt und Vortrag nachhaltigen Eindruck bei der diesjährigen Versammlung der Gesellschaft der Freunde (GdF) der FernUniversität. GdF-Geschäftsführer Rapp-Frick spielte mehrfach auf den Ex-Fußballprofi und FernUni-Absolventen Bierhoff an: „Der hätte es überall geschafft.“

Bierhoff ist Mitglied der Freundesgesellschaft und steht damit für eine weiter wachsende Gruppe, die die Identifikation mit ihrer (ehemaligen) Universität deutlich macht. Von 1.200 Mitgliedern sind über 850 ehemalige Studierende der FernUniversität. „Die Zahl der Einzelmitgliedschaften steigt weiterhin“, stellte Geschäftsführer Rapp-Frick fest. Dagegen sinkt die Mitgliedszahl der Unternehmen und Institutionen. Nichtsdestotrotz konnte Schatzmeister Dr. Kai Wilke später von der guten Finanzsituation der Freundesgesellschaft berichten. Eine wichtige Rolle in der Alumni-Werbung spielt der Absolventenkreis, der in die Freundesgesellschaft integriert ist. Zu den bereits bestehenden lokalen Gruppen sollen weitere im Laufe des Jahres folgen.

Zehn Deutschlandstipendien für 2015/2016

Bereits in der Begrüßung hatte Frank Walter als Vorsitzender der Freundesgesellschaft angekündigt, die FernUniversität wieder bei wissenschaftlichen und kulturellen Veranstaltungen zu unterstützen. Unter diesem Credo ist der Verein 1978 gegründet worden, daran ändert sich auch im Jubiläumsjahr 2015 nichts. Neben Veranstaltungen aus dem Hagener Forschungsdialog oder einzelnen wie dem Mobile-Learning-Day fördert die Freundesgesellschaft wieder Studierende und den wissenschaftlichen Nachwuchs.

„Wir vergeben zehn Deutschlandstipendien“, kündigte Frank Walter an. Es ist der Freundesgesellschaft ein besonderes Anliegen, engagierte und lernwillige junge Menschen zu fördern. Walter bat Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen, sich ebenfalls daran zu beteiligen. „Eine Investition in Bildung ist eine Investition in die Zukunft“, sagte der Vorsitzende.

Die Mitgliederversammlung wählte den amtierenden Vorstand für eine weitere Amtsperiode. Ihm gehören als gewählte Vertretende an: Frank Walter (Vorsitzender), Bernd Pederzani (stellv. Vorsitzender), Dr. h.c. Hans-Peter Rapp-Frick (Geschäftsführer), Dr. Kai Wilke (Schatzmeister) sowie Harald Rutenbeck, Ivo Grünhagen, Dr. Marcus Schölling, Klaus Hacker und Angelika Quiring-Perl (jeweils Beisitzende).

Mehrere Personen stehen nebeneinander vor einem Gebäude: Der Gesamtvorstand der Freundesgesellschaft tagte im Vorfeld der Mitgliederversammlung.
Der Gesamtvorstand der Freundesgesellschaft, der sich aus gewählten, geborenen und beratenden Mitgliedern zusammensetzt, tagte im Vorfeld der Mitgliederversammlung.

Ein Deutschlandstipendium beträgt 300 Euro monatlich, es wird zur Hälfte vom Bund und zur anderen Hälfte von Sponsoren getragen. Einmal im Jahr haben die Förderinnen und Förderer die Gelegenheit, die Deutschlandstipendiatinnen und –stipendiaten der FernUniversität kennenzulernen.

Darüber hinaus wird sich die Freundesgesellschaft finanziell bei der strukturierten Doktorandenförderung und dem Promotionskolleg der Ernsting’s-family-Stiftungsprofessur engagieren. Ebenso beteiligt sie sich an dem Doppelabschlussprogramm der Fakultät Wirtschaftswissenschaft, in dem die GdF Praktikantinnen und Praktikanten aus Russland und Ungarn einen Aufenthalt in Deutschland ermöglicht.

Zukunftsgestaltung der FernUniversität

Für Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer war es die letzte Mitgliederversammlung als Rektor. Allerdings will er auch künftig an den Versammlungen teilnehmen, versprach er: „Denn die Freundesgesellschaft kann viel bewegen.“ In seinem Bericht über die wichtigsten Themen der zurückliegenden und anstehenden Monate sprach Hoyer den Hochschulentwicklungsplan an, in dem die FernUniversität die Leitlinien für ihre Entwicklung festlegt. „Wir nehmen die Zukunftsgestaltung in die eigene Hand“, machte Hoyer deutlich und warb in diesem Kontext dafür: „Wir müssen auch über unser Studiengangsportfolio nachdenken und darüber, ob die FernUniversität im wissenschaftlichen Bereich mit ausreichenden Ressourcen ausgestattet ist. Vor allem müssen wir die Rahmenbedingungen für unsere Studierenden weiterhin verbessern, um sie in ihren besonderen Lebenssituationen zu unterstützen.“

Eine Möglichkeit dazu sei das Deutschlandstipendium. Auch der Rektor nutzte die Chance, um bei den Anwesenden um Unterstützung zu werben. Abschließend machte Hoyer auf die weiteren anstehenden Aktivitäten im Jubiläumsjahr – unter anderem mit Campusfest, Homecoming für Alumni und Zeitzeugen-Ausstellung – aufmerksam. Die Freundesgesellschaft unterstützt die FernUniversität in diesem Jahr besonders großzügig.

Der Besuch von Oliver Bierhoff in Hagen war bereits ein Highlight zum 40-jährigen Bestehen. Eines, das auch nach der offiziellen Mitgliederversammlung ein beherrschendes Thema des Abends blieb.

Anja Wetter | 24.04.2015