Romantische Unternehmer im Netz? Das Internet und die Liebe

Um das Massenphänomen „Online-Dating“ geht es am 17. Juni in der BürgerUniversität Coesfeld: Warum hat dieses Medium gerade in diesem Feld einen solchen Siegeszug antreten können?


Internet ist wichtiger gesellschaftlicher Ort des Kennenlernens geworden

Online-Dating ist in den letzten Jahren zu einem Massenphänomen geworden. Das Internet ist damit heute ein wichtiger gesellschaftlicher Ort des Kennenlernens zukünftiger Liebes- und Lebenspartnerinnen und -partner. Warum aber hat dieses Medium gerade in diesem Feld einen solchen Siegeszug antreten können? Dieser Frage geht Dr. rer. soc. Kai Dröge am Mittwoch, 17. Juni, ab 19 Uhr in seiner öffentliche n Vorlesung in der BürgerUniversität Coesfeld im Regionalzentrum der FernUniversität, WBK – Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Straße 29, 48653 Coesfeld, nach. Veranstalterin ist die Ernsting's family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensf.ormen, Netzwerke und Gemeinschaften (Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke).

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Das romantische Idel verspricht, dass die Liebe der Ort der Unmittelbarkeit schlechthin ist. Aber kann in einem so vergleichsweise distanzierten Medium wie dem Internet überhaupt Intimität entstehen und wenn ja, wie? Oder suchen die Nutzerinnen und Nutzer von Dating-Plattformen gar nicht nach romantischer Erfüllung und Intimität, sondern eher nach individueller Nutzenmaximierung und einer nüchtern-rationalen Optimierung ihres Beziehungslebens? Dehnt sich hier also unternehmerisches Denken bis tief in die Privatsphäre hinein aus?

Diesen und ähnlichen Fragen geht der Referent im Vortrag auf Basis eigener Forschungen nach, die er in den vergangenen Jahren gemeinsam mit seinem Kollegen Olivier Voirol von der Universität Lausanne (Schweiz) durchgeführt hat.

Dr. rer. soc. Kai Dröge: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Sozialforschung, Frankfurt am Main, sowie Dozent an der Hochschule Luzern, Schweiz. Forschungsschwerpunkte: Soziologie des Ökonomischen, Mediensoziologie, Soziale Ungleichheit.

Rückfragen können an das Regionalzentrum Coesfeld der FernUniversität, Tel.: 02541 – 75 82, Fax: 02541 – 71083, E-Mail: regionalzentrum.coesfeld@fernuni-hagen.de , gerichtet werden. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität statt.

Gerd Dapprich | 20.05.2015