„Wikiade hat Austausch und Zusammenarbeit gefördert“

Rund 1.000 Studierende schrieben beim Wiki-Wissenswettkampf der FernUniversität gemeinsam um die Wette. Nun evaluiert das Team um Prof. Bastiaens sein Social-Software-Projekt.


Erstes Fazit zum Wiki-Wissenswettkampf positiv

Tastatur zeigt Buchstabenfolge Wiki, vergrößert durch Lupe
Im Sommersemester 2015 beginnt die Evaluierung des Wikiade-Projektes. Foto: Michael Brown/Thinkstock

Es war landesweit das erste digitale Lehrprojekt dieser Art, das im Wintersemester 2014/15 an der FernUniversität stattfand: Bei der Wikiade traten Studierende und Mitarbeitende in einem universitätsinternen, aber fakultätsübergreifenden Wissenswettkampf gegeneinander an – sozusagen als Stellvertreterinnen und Stellvertreter ihrer jeweiligen Fakultäten und Einrichtungen.

„Rund 1.000 Wikioniken nahmen die Herausforderung an und schrieben gemeinsam um die Wette“, sagt Projektleiterin Jana Hochberg. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrgebiet Mediendidaktik unterstützte die Teilnehmenden mit Infos und Anleitungen, denn: Auf Wiki-Plattformen lediglich mitzulesen sei etwas anderes, als selbst aktiv zu werden und eigene Inhalte zu erstellen. Es standen Wiki-Grundlagen zur Verfügung, unter anderem zu Themen wie „Wissen sammeln“, „Wissen strukturieren“ und „Wissen vernetzen“. Außerdem gab es Test- und Diskussionsbereiche.

Studienbriefe als Wissensgrundlage

„Die Wikiade sollte Studierende dazu motivieren, sich über Lerninhalte zu verständigen, sie kollaborativ zu reflektieren und auf neue Umgebungen zu übertragen“, sagt Hochberg. Damit es gleich ein Thema zum Diskutieren und Zusammenarbeiten gab, setzte die Wikiade beim kleinsten gemeinsamen Nenner an – den Studieninhalten. Wissensgrundlage für die Wikiade war daher der Lernstoff der Studiengänge an der FernUniversität.

Und wie intensiv haben die Wikioniken die Plattform genutzt? Jana Hochberg zeigt einige Statistiken: „Insgesamt entstanden 1.587 Seiten, die mehr als 36.000 Mal abgerufen wurden. Die Teilnehmenden schrieben gemeinsam 225 Artikel und luden rund 130 Grafiken auf die Plattform.“ Eine rege Beteiligung, die Hochberg vor allem im ersten Wikiade-Monat beobachten konnte.

#wikiade14

Die Wikiade fand im Rahmen des Social Software-Projekts statt, das vom Rektorat der FernUniversität gefördert wird. Weitere Informationen und ein ausführlicher Rückblick im Social Software-Blog des Lehrgebiets Mediendidaktik (Prof. Theo Bastiaens).

Evaluierung des Projekts im Sommersemester

Im Sommersemester 2015 beginnt nun die eigentliche Evaluierung des Projektes. „Wir kombinieren dabei quantitative mit qualitativen Daten“, sagt Hochberg. Quantitative Daten will ihr Team anhand eines Online-Fragebogens erheben. Und bei den qualitativen Daten liegt der Schwerpunkt auf der teilnehmenden Beobachtung, kombiniert durch Interviews mit Wikiade-Usern.

Auch für Kritik und Verbesserungsvorschläge ist Jana Hochberg dankbar: „Durch die bisherigen Rückmeldungen konnten wir die inhaltliche Struktur der Plattform schon während der Wikiade verbessern. Auch dass es beim Design noch Luft nach oben gibt, wissen wir dank des Feedbacks.“

Oliver Baentsch | 11.05.2015