Rockende Professoren und Blicke hinter die Kulissen

Musik, Wissenschaft und Comedy, Führungen und MiniCampus: Trotz des wenig sommerlichen Wetters kamen viele Freunde, Interessierte, Studierende, Alumni und Beschäftigte zum Campusfest.


Campusfest der FernUniversität mit familiärem und wissenschaftlichem Flair

A5 Richtung Wir, Nightshift, The Hunkey Dorys
A5 Richtung Wir, Nightshift und The Hunkey Dorys: Drei Bands gaben auf dem Roten Platz Vollgas.

Rockmusik, Wissenschaft und Comedy in der Mensa, ein Tag der offenen Tür im MiniCampus und Führungen über den Campus: Das Campusfest im Jubiläumsjahr „40 Jahre FernUniversität“ überzeugte mit familiärem und wissenschaftlichem Flair. Auf dem Roten Platz gab es Gelegenheit, Bekannte zu treffen und sich bei gutem Essen vor musikalischer Kulisse zu unterhalten.

Alfred Endres
Mit seiner Bluesstimme begeisterte Prof. Alfred Endres das Publikum.

Fest zum 40. Geburtstag

„Leider spielt das Wetter nicht mit. Trotzdem feiern wir das 40-jährige Bestehen unserer FernUniversität in nettem Rahmen“, sagte Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer bei der Begrüßung der Gäste. Die Universität hautnah erleben – das ging auch weitgehend wetterunabhängig und kam bei Beschäftigten, Studierenden, Alumni sowie Freundinnen und Freunden der Hagener Universität bestens an. Auch viele interessierten Bürgerinnen und Bürgern ließen sich vom kühlen Regenwetter nicht vom Besuch abhalten.

Frank Hillebrandt
Jimi Hendrix auf der Brust: Prof. Frank Hillebrandt bei seinem wissenschaftlichen Vortrag.

Rock und Pop mit Professoren der FernUniversität

Höhepunkt des Tages war der Auftritt von Alfred Endres und Frank Hillebrandt, Professoren der FernUniversität mit besonderem Hang zu Rock- und Popmusik – wissenschaftlich wie praktisch: Hunderte kamen in die Mensa, um Rock und Pop aus sozialwissenschaftlicher Perspektive und „live on stage“ zu erleben. Alfred Endres spielte seine Qualitäten als Entertainer und Rocker voll aus. „Jetzt sitze ich hier und singe mit geschlossenen Augen vor meinen Professoren-Kollegen. Schlimm“, schmunzelte der Volkswirt. „Noch schlimmer wäre nur noch, wenn ich vor denen mit offenen Augen singen würde.“ Dann griff er in die Saiten und ließ Songs von Duffy, Joe Cocker, Rolling Stones, Creedence Clearwater Revival oder Blues Brothers erklingen.

Von Woodstock bis zur Neuen Deutschen Welle

Songs, anhand derer der Soziologe Frank Hillebrandt dem Soundtrack des Lebens nachspürte. Sein unterhaltsamer Vortrag spannte einen Bogen von Woodstock zur Neuen Deutschen Welle und zur Jugend von Alfred Endres mit der erfolgreichen Band Concentric Movement. Hillebrandt gab Antworten darauf, wie die immense Wirkung von Rock und Pop seit den 1950er Jahren überhaupt möglich wurde. Zurzeit geht er in seiner Forschung unter anderem der Frage nach, wie mit Nena „ein Mädchen ausgerechnet aus Hagen zu einem Star werden konnte, der mit Elvis Presley vergleichbar“ ist.

„Universität einmal anders…“ hatten zuvor die Comedians Sascha Thamm, David Anschütz und Thomas Müller präsentiert. Moderiert wurde dieser Programmpunkt von Florian D. Schulz.

Malende Kinder im MiniCampus
Tag der offenen Tür im MiniCampus: Infos für die Eltern, Kreativangebote für die Kinder.

Drei Bands geben Vollgas

In den Abendstunden hätte das Musikprogramm auf dem Roten Platz ein noch größeres Publikum verdient gehabt. Nicht nur der Top-Act „Nightshift“ ließ Regenschauer und kühle Temperaturen in Vergessenheit geraten. Auch die Bands „A 5 Richtung wir“ mit Frontmann und Fernuni-Student Nicolas Kuri sowie „The Hunkey Dorys“ gaben auf der Bühne Vollgas. Es war „wetterbedingt feucht-fröhlich, aber nett“, twitterte etwa Rechtsanwalt Thomas Ch. Gramespacher. Das neue Konzept des Campusfestes, das an die früheren Universitätsfeste mit einem neuen Konzept anknüpft, kam jedenfalls bei den Gästen bestens an – eine Fortsetzung ist nicht ausgeschlossen, zumal auch viele interessante Angebote wetterunabhängig waren.

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Informative und wetterunabhängige Angebote

Rolf von der Heyden, der allererste Verwaltungsmitarbeiter der FernUniversität, Studienberater Michael Creutz und Dezernent Jochen Hölle-Kölling tauchten mit den Teilnehmenden der Campus-Führungen in die Geschichte der FernUni ein. Vom Blick ins Fernsehstudio über einen Rundgang durch die Universitätsbibliothek bis hin zur persönlichen Begegnung mit dem Rektor ermöglichten sie einen Blick hinter die Kulissen.

Bücherflohmarkt und Einblicke in Studienmaterialien

Philosophie, Pädagogik, Politik oder Vermischtes: Beim Bücherflohmarkt in der Universitätsbibliothek wurden Interessierte schnell fündig. Viel Wissenswertes rund um das Fernstudium und vor allem Einblicke in das Studienmaterial gab es am Infostand im Foyer des TGZs. Im MiniCampus hatten kleine Tiger und Blumenkinder Spaß an der Farbschleuder, bei der Märchenstunde und beim Basteln, während sich die Eltern über die neue Kinderbetreuung der FernUniversität informierten.

Homecoming der Alumni

Ein weiterer wichtiger Programmpunkt war das Homecoming von FernUni-Absolventinnen und Absolventen aus vier Jahrzehnten. Sie trafen sich auf dem Campus zum Netzwerken und bekamen ein buntes Programm mit wissenschaftlicher Note geboten.

Wer das Campusfest verpasst hat, kann sich durch unseren Live-Blog klicken und nachträglich mitfeiern.

Menge auf dem roten Platz
Voll, aber nicht zu voll: Trotz des nicht gerade sommerlichen Wetters kamen viele zum Fest der FernUniversität.
Carolin Annemüller | 22.06.2015