Universitäre Lehre noch besser zu Beschäftigten und Unternehmen bringen

Inhaltlich wird die Kooperation auf der Seite der FernUniversität vom Lehrgebiet Lebenslanges Lernen (Prof. Dr. Uwe Elsholz) ausgestaltet.


FernUniversität kooperiert mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung

Die FernUniversität in Hagen und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) arbeiten künftig bei der „Akademisierung der Berufsbildung“ und der „Qualifizierung des Ausbildungspersonals“ zusammen. Geplant sind in den kommenden fünf Jahren gemeinsame Forschungsprojekte und Veröffentlichungen, die Übernahme von Lehraufträgen sowie die Betreuung von Examensarbeiten durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BIBB. Eine erste gemeinsame Lehrveranstaltung soll im kommenden Wintersemester im Regionalzentrum Bonn der FernUniversität stattfinden und mit einem Besuch der Studierenden des Bachelor-Studiengangs „Bildungswissenschaft“ im BIBB abgerundet werden. Inhaltlich wird die Kooperation mit dem Lehrgebiet Lebenslanges Lernen (Prof. Dr. Uwe Elsholz) im Institut für Bildungswissenschaften und Medienforschung ausgestaltet.

Der Rektor der FernUniversität, Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer, unterstreicht: „Angesichts des bereits bestehenden Fachkräftemangels und des globalen Wettbewerbs kommen auf die deutschen Arbeitgeber wie auf die Beschäftigten weitere Herausforderungen zu. Lebenslanges Lernen wird zukünftig ganz selbstverständlich zum Berufsalltag gehören. Das BIBB ist eine Top-Adresse für die Integration von Lernen ins Berufsleben. Wir freuen uns, gemeinsam mit unserem neuen Partner die universitäre Lehre noch besser zu den Beschäftigten und in die Unternehmen hinein bringen zu können.“

„Wir sehen in der Zusammenarbeit mit Blick auf eine Verbesserung der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung eine strategische Herausforderung und die Chance für eine weitere Profilierung der Berufsbildungsforschung“, betont Prof. Dr. Reinhold Weiß, stellvertretender Präsident und Forschungsdirektor des BIBB. „Die FernUniversität Hagen ist für uns ein idealer Partner, denn durch die zeitlich flexible Struktur des Studiums über eine Fernlehre in Kombination mit in Regionalzentren angebotenen Lehrveranstaltungen bietet sie gerade Berufstätigen gute Weiterbildungsmöglichkeiten und eröffnet diesen neue Karrierechancen.“

Die FernUniversität in Hagen hat im Jahr 1975 den Lehrbetrieb aufgenommen und ist seitdem Anlaufstelle für alle, die eine akademische Ausbildung anstreben, sich jedoch nicht an einer Präsenzuniversität einschreiben wollen oder können. So sind 80 Prozent ihrer Studierenden gleichzeitig berufstätig. Aktuell hat sie über 77.000 Studierende. Sie ist damit zahlenmäßig die größte Hochschule in Deutschland.

Für das Bundesinstitut für Berufsbildung hat die Vernetzung mit Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen große Bedeutung, um die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung zu verbessern und den akademischen Nachwuchs zu fördern. Aktuell unterhält das BIBB mit 15 Hochschulen in Deutschland entsprechende Kooperationsvereinbarungen. Das BIBB hat zudem im Jahr 2014 an der Universität zu Köln eine Stiftungs-Juniorprofessur für soziologische Berufsforschung eingerichtet.

Proe | 16.07.2015