Praktika belohnen exzellente Leistungen

Liubov Synyshina und Klàra Balog studieren in St. Petersburg bzw. in Pécs und gleichzeitig an der FernUniversität Wirtschaftswissenschaft – mit enormen Erfolgen.


Studentinnen aus Russland und Ungarn bei deutschen Unternehmen

Beschäftigte, wie jedes Unternehmen sie sich wünscht: Liubov Synyshina und Klàra Balog studieren im russischen St. Petersburg bzw. im ungarischen Pécs und gleichzeitig an der FernUniversität in Hagen. Im Juli und August sind sie aufgrund ihrer exzellenten Leistungen als Praktikantinnen bei Unternehmen in Deutschland tätig.

Liubov Synyshinas Heimatuniversität ist die russische Staatliche Wirtschaftsuniversität St. Petersburg, Klàra Balog kommt von der ungarischen Universität Pécs. Deutsch sprechende Studierende beider Hochschulen können gleichzeitig zu ihrem wirtschaftswissenschaftlichen Studium in der Heimat einen deutschen Universitätsabschluss an der FernUniversität erreichen. Grundlagen hierfür sind Doppelabschlussprogramme mit der jeweiligen Partneruniversität. Die Kooperation Hagen – St. Petersburg feiert in diesem Jahr bereits ihr 15-jähriges Bestehen. Die besten Studierenden erhalten mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der FernUniversit e.V. die Möglichkeit, ein Praktikum bei einem deutschen Unternehmen zu absolvieren und so die Theorie in der Praxis anzuwenden.

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Liubov Synyshina aus St. Petersburg (re.) erhielt von Dekan Prof. Jörn Littkemann ihre Bachelorurkunde, Klàra Balog ist Jahrgangsbeste im Doppelabschlussprogramm in Pécs.

Damit hat es aber nicht sein Bewenden, natürlich können die Gäste in Deutschland auch die hiesige Kultur, Land und Leute kennenlernen. Für Liubov Synyshina und Klàra Balog hatte ihr Betreuer Dietmar Lutzny ein Programm zusammengestellt, bei dem sie außer dem FernUni-Standort Hagen auch Aachen, Münster, Köln und Holland besuchten. Nicht zu vergessen: „Essen in Essen!“ lacht Liubov Synyshina. Der jungen Russin ist aufgefallen, dass „Dörfer ganz anders sind als bei uns, eher wie Städte“.

Sie erhielt nach nur knapp zwei Jahren Studium von Prof. Dr. Jörn Littkemann, Dekan der Hagener Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, ihre Bachelorurkunde. Für eine auch von den Noten her hervorragende Leistung. „Unsere Praktikantinnen und Praktikanten sind eben die besten Studierenden in unseren Doppelabschlussprogrammen“, freute sich Prof. Littkemann.

Liubov Synyshina hatte sich für ein paralleles Studium an der FernUniversität entschieden, um ihre Chancen auf dem russischen Arbeitsmarkt zu verbessern. Ihr Ziel: „Ich möchte für eine deutsche Firma in Russland arbeiten, im Controlling.“ Zu dessen Erreichung hat sie mit ihrem Abschluss einen großen Schritt geschafft. Das Praktikum bei der Agrargenossenschaft AgriV in Heiden und Burlo im Münsterland wird ihr ebenfalls helfen. Hier lernte sie u.a. Rechnungswesen, Einkauf und Vertrieb kennen. Der nächste Schritt folgt wieder an der FernUniversität: Liubov Synyshina, die bereits im russischen Tourismusbereich gearbeitet hat, wird auch den Master Wirtschaftswissenschaft in Angriff nehmen.

Klàra Balog ist noch nicht ganz so weit, Die Ungarin studiert seit einem Jahr parallel zu ihrem Studium in Pécs in Hagen. Und ist Jahrgangsbeste. Das Praktikum bietet ihr „eine sehr gute Möglichkeit, einmal andere Denkweisen kennenzulernen – das gefällt mir sehr“. Sie arbeitet bei Kuhlmann-Cars in Heiden, einem Spezialunternehmen für Bestattungswagen, und konnte bereits eine Marktanalyse des Marktes in Ungarn und in angrenzenden Ländern durchführen: „Das macht mir sehr viel Spaß!“ In Deutschland mag sie die Mentalität der Menschen: „Alles muss immer perfekt sein, man muss die eigenen Grenzen immer erweitern. Die Menschen sind sehr aktiv und sitzen nicht nur vor dem Fernseher.“ Klàra Balog hat ebenfalls bereits erste berufliche Erfahrungen als kaufmännische Mitarbeiterin eines Elektrounternehmens in ihrer Heimat gesammelt und dort ein Bachelor- und Masterstudium Geschichte abgeschlossen.

Dietmar Lutzny, der sich seit vielen Jahren für die Kontakte zwischen FernUniversität und Unternehmen engagiert, kennt aus seiner Erfahrung die Einstellung der Firmen zu dem Austauschprogramm: „Sie sind stets sehr zufrieden mit den hoch motivierten und qualifizierten Mitarbeitern aus Osteuropa.“

Gerd Dapprich | 18.08.2015