Professorin Ada Pellert zur Rektorin der FernUniversität gewählt

Die international renommierte Fernstudienexpertin erhielt die Mehrheit der Stimmen des Hochschulrats und des Senats der Hagener Hochschule.


Hochschulwahlversammlung entscheidet sich für österreichische Fernstudienexpertin

Gruppenbild mit Ada Pellert und den Vorsitzenden von Hochschulrat und Senat
Zur ersten Rektorin der FernUni gewählt: Prof. Dr. Ada Pellert. Der Senatsvorsitzende Prof. Sebastian Kubis (li.) und der Hochschulratsvorsitzende Dr. Manfred Scholle gratulieren.

Im ersten Wahlgang hat die Hochschulwahlversammlung mit der Mehrheit jeweils der Stimmen von Hochschulrat und Senat am 14. September Professorin Dr. Ada Pellert zur Rektorin der FernUniversität in Hagen gewählt. Frau Pellert soll das Amt zum 1. Januar 2016 für eine Amtszeit von sechs Jahren vom amtierenden Rektor Professor Dr.-Ing. Helmut Hoyer übernehmen. Hoyers Amtszeit endet zum Jahresende nach 18 Jahren und er geht zum Ende des Semesters in den Ruhestand. Die Ernennung der neuen Rektorin erfolgt noch durch das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium.

Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit in der FernUniversität, gratulierte der Vorsitzende der Hochschulwahlversammlung, Professor Dr. Sebastian Kubis, der künftigen Rektorin. Diese bedankte sich für das ihr entgegen gebrachte Vertrauen und wünschte sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Gruppen der Universität. Gemeinsam mit Kanzlerin Regina Zdebel bildet die Wirtschaftswissenschaftlerin eine der wenigen weiblichen Doppelspitzen an einer Universität in Deutschland.

Wahl nach dem neuen Hochschulgesetz

In einer hochschulöffentlichen Präsentation hatte Ada Pellert vor der Wahl ihre Vorstellungen zur Fortentwicklung der FernUniversität in Hagen vorgestellt und Fragen beantwortete. Die Veranstaltung fand großes Interesse in der FernUniversität. Im Kreis der Hochschulwahlversammlung wurde die Diskussion mit der Kandidatin anschließend in nichtöffentlicher Sitzung fortgesetzt.

Die Wahl der Rektorin erfolgte anschließend nach dem neuen Hochschulgesetz und der geänderten Grundordnung der FernUniversität mit gewichteten Stimmen. Für ihre Wahl müssen die Kandidaten sowohl die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder des Senats als auch des Hochschulrates erreichen.

Eine Findungskommission hatte im Vorfeld die Bewerbungen um das Amt gesichtet und der Hochschulwahlversammlung einstimmig eine Kandidatin und einen Kandidaten für die Wahl vorgeschlagen. Nachdem der Kandidat seine Bewerbung im Juli aus persönlichen Gründen zurückgezogen hatte, stand nur noch Ada Pellert zur Wahl.

Expertise bei den Themen Fernstudium und E-Learning

Professorin Dr. Ada Pellert hat bereits in verschiedenen Positionen ihre Expertise bei den Themen Fernstudium und E-Learning, vor allem auch im Hochschulmanagement unter Beweis gestellt. Sie war von 2009 bis 2015 Gründungspräsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin und Professorin für Organisationsentwicklung und Bildungsmanagement. Sie ist zudem seit 2011 Präsidentin der Carl Benz Academy in Peking.

Zuvor war Ada Pellert von 2005 bis 2008 Universitätsprofessorin für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement und Vizerektorin für Lehre, Weiterbildung und Strukturfragen an der Donau-Universität Krems. Als Außerordentliche Universitätsprofessorin arbeitete sie von 1998 bis 2005 an der Abteilung Hochschulforschung der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt. Von 1999 bis 2003 war sie Vizerektorin der Universität Graz für Lehre, Personalentwicklung und Frauenförderung. 1998 habilitierte sie in Organisationsentwicklung mit Schwerpunkt Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen an der Universität Klagenfurt.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören insbesondere Bildungs- und Hochschulmanagement, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung. Die Wirtschaftswissenschaftlerin beschäftigt sich zudem mit Internationaler Hochschul- und Weiterbildungsforschung, dem Gender- und Diversity-Management sowie mit dem Lebenslangen Lernen.

Susanne Bossemeyer | 14.09.2015