40 Jahre FernUniversität in Hagen: Multimediale Ausstellung zur Gründungsphase eröffnet

In die Geschichte der FernUniversität eintauchen und persönliche Einblicke in die Anfangszeit erhalten: Dazu lädt die Zeitzeugen-Ausstellung ein.


Zeitzeugen als authentisches Spiegelbild für die Vielfalt der Ideen und Ansätze in der Gründungsphase

die Zeitzeugen bei der Ausstellungseröffnung
Die Zeitzeugen der Ausstellung: (von links nach rechts)Prof. Jan P. Beckmann, Prof. Michael Bitz, Prof. Reinhold Pregla, Prof. Horst Dichanz, Gründungsrektor Prof. Otto Peters, Prof. Christoph Ehmann, Prof. Ulrich Eisenhardt, Rolf von der Heyden und Dr. Bernd Sudeick. Absolvent Manfred Hoyer war verhindert.

Film 40Fotos ansehen: Impressionen von der Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

In die Geschichte der FernUniversität eintauchen und ganz persönliche Einblicke erhalten: Das ermöglicht die Ausstellung „1975 bis 1985 – Zeugen der Zeit“ im Jubiläumsjahr „40 Jahre FernUniversität". Sie wurde gestern auf den Tag genau 40 Jahre nach dem Start des Studienbetriebs im TGZ eröffnet.

Filme, Fotos und Zitate

Mit Filmen, Fotos, Zitaten und Informationen gewähren zehn Zeitzeugen der ersten Dekade der FernUniversität einen persönlichen Blick auf die Anfangszeit: Gründungsrektor, erste Professoren, Mitarbeiter und Absolvent.

Sie sind nicht nur auf den Plakaten und in den Filmen der Ausstellung zu sehen, sondern waren auch persönlich zur Eröffnungsveranstaltung gekommen und nahmen die rund 150 Gäste mit auf eine spannende Zeitreise. Gründungsrektor Prof. Dr. Otto Peters blickte in einem beeindruckenden persönlichen Vortrag auf die Gründung der FernUniversität vor 40 Jahren zurück. Dabei stellte er das enorme Engagement des damaligen NRW-Wissenschaftsministers Johannes Rau für den Aufbau der Hagener Hochschule heraus: „Die FernUniversität ist sein Geschöpf gewesen."

Vielfalt der Ideen und Ansätze

Für eine Brücke in die Gegenwart sorgte neben Rektor Prof.Dr.-Ing. Helmut Hoyer Moderatorin Christina Gloerfeld, eine junge FernUni-Wissenschaftlerin der heutigen Zeit, in einer Fragerunde mit weiteren Zeitzeugen. Der Geist der Anfangszeit lebte dabei wieder auf. Die Statements der Männer der ersten Stunde waren ein authentisches Spiegelbild für die Vielfalt der Ideen und Ansätze in der Gründungsphase.

Rundgang durch die Ausstellung
Rundgang durch die Ausstellung: Rektor Prof. Helmut Hoyer mit Gabriele Wier (r.), die bereits seit 40 Jahren Mitarbeiterin an der FernUni ist.

Rolf von der Heyden, erster nicht-wissenschaftlicher Mitarbeiter der FernUniversität, sprach über den Aufbau der Infrastruktur, „um Lehre und Forschung möglich zu machen". Er erinnerte daran, wie in angemieteten Wohnungen im Roggenkamp der Geist der Anfangszeit bei der täglichen Arbeit spürbar war und die unterschiedlichen Bereiche dort eng zusammenrückten. Dr. Bernd Sudeick, erster wissenschaftlicher Mitarbeiter, berichtete von den „Montagsrunden", bei denen aktuelle Probleme disktutiert und gelöst wurden. Dass nicht alle Blütenträume reiften, betonte Prof. Christoph Ehmann und spielte damit auf sein Engagement für eine Öffnung der FernUniversität an: „Die FernUniversität war damals nicht zu öffnen, auch nicht über ein Probestudium." Mit Blick auf die heutige Zeit ergänzte er: „Am Ende habe ich doch noch gewonnen."

Warum sie damals nicht die Öffnung der Hochschule unterstützten, schilderten Prof. Michael Bitz und Prof. Ulrich Eisenhardt. Für die Vertreter der konservativen Fraktion stand der Aufbau solider Studiengänge mit anerkannten Abschlüssen an erster Stelle.

Studierende sind der Hit der FernUniversität

Prof. Horst Dichanz erinnerte an die Produktion der Studienbriefe unter extremen Zeitdruck, Prof. Reinhold Pregla rief in Erinnerung, wie das Heimlabor den Weg in die Wohnzimmer der Studierenden fand. Und Prof. Jan P. Beckmann als erster Geisteswissenschaftler der FernUniversität stellte heraus, dass die Studierenden der eigentliche Hit der FernUniversität sind.

„Wir können alle stolz auf das sein, was sich in 40 Jahren entwickelt hat", fasste Rektor Prof. Dr.-Ing. Helmut Hoyer abschließend zusammen.

Die Ausstellung „1975 bis 1984 – Zeugen der Zeit“ ist Teil eines wissenschaftlichen Projektes des Instituts für Geschichte und Biographie der FernUniversität. Dr. Almut Leh hat die Interviews geführt. Entstanden ist daraus in gemeinsamer Arbeit mit dem Zentrum für Medien und IT und dem Dezernat für Hochschulstrategie und Kommunikation eine multimediale Dokumentation der Gründungsphase aus der Perspektive wichtiger Zeitzeugen. Und das ist erst der Anfang. Weitere Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen folgen im kommenden Jahr im zweiten Teil der Ausstellung.

Wer die Eröffnung verpasst hat, kann die Ausstellung noch bis November im Foyer des TGZ ansehen. Ausführliche Informationen zur Ausstellung und die Videos der Zeitzeugenfinden Sie hier.

Carolin Annemüller | 02.10.2015