Auszeichnung für spanischen Minister für Bildung, Kultur und Sport in der FernUniversität

Das Dimitris-Tsatsos-Institut würdigt die Leistungen von Prof. Iñigo Méndez de Vigo y Montojo auf dem Gebiet der Europäischen Verfassungswissenschaften. Der Preisträger hält einen Vortrag.


Dimitris-Tsatsos-Preis wird am 20. Oktober verliehen

Der spanische Minister für Bildung, Kultur und Sport, Prof. Dr. Iñigo Méndez de Vigo y Montojo, erhält am Dienstag, 20. Oktober, 14 Uhr, den Dimitris-Tsatsos-Preis verliehen. Damit würdigen das Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften der FernUniversität in Hagen und das Centre for European Constitutional Law (CECL) seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Europäischen Verfassungswissenschaften. Die Laudatio hält der Rechtswissenschaftler und langjährige Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Jürgen Meyer.

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Nach der Preisverleihung hält Prof. Méndez de Vigo y Montojo den Vortrag „Die Zukunft Europas“. Es folgt eine Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Wilfried Loth (Duisburg/Essen), MdB Axel Schäfer und Prof. Dr. Spyridon Tsantinis, Thrakien/Athen: „Die Bedeutung der Griechenlandkrise für die EU“. Moderator ist Prof. Dr. Andreas Haratsch. Veranstalter sind das Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften der FernUniversität und die Themistokles und Dimitris Tsatsos-Stiftung (Centre for European Constitutional Law – CECL).

Die Veranstaltung im Hagener Forschungsdialog der FernUniversität findet im TGZ-Gebäude auf dem Campus, Universitätsstr. 11, 58097 Hagen, Raum „Ellipse“ (Erdgeschoss), statt.

Der Preisträger

Besondere Verdienste um die europäische Einigung erwarb sich der ehemalige Staatssekretär für die Europäische Union im spanischen Außenministerium in seinen Jahren als Mitglied des Europäischen Parlaments 1992–2011, insbesondere als Vorsitzender der Parlamentarier-Delegation im Konvent zur Erarbeitung der EU-Grundrechte Charta 1999–2000 sowie während seiner Tätigkeit im Konvent zur Erarbeitung des Verfassungsentwurfes 2003–2004.

Iñigo Méndez de Vigo ist als Professor für Verfassungsrecht Autor zahlreicher Publikationen zu nationalen und europäischen Verfassungsfragen. Stationen seiner wissenschaftlichen Karriere waren u.a. die Universidad Complutense de Madrid, das Internationale Institut für Menschenrechte in Straßburg und die CEU San Pablo. Iñigo Méndez de Vigo ist „Jean-Monnet-Professor ad honorem“ und Präsident des Verwaltungsrats des College of Europe in Brügge.

Der Preis

Den Dimitris-Tsatsos-Preis rief die Themistokles und Dimitris Tsatsos-Stiftung (Centre for European Constitutional Law, CECL) gemeinsam mit dem Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften (DTIEV) der FernUniversität in Hagen ins Leben. Der nicht dotierte Preis ehrt Persönlichkeiten, die sich – wie auch der Namensgeber des Preises – durch ihr wissenschaftliches oder politisch-praktisches Wirken in herausragender Weise um die Einigung eines demokratischen Europa verdient gemacht haben.

Dimitris Tsatsos

Der Namensgeber des Preises, Dimitris Tsatsos, war Professor in Hagen, Bonn, Thessaloniki und Athen. Von 1994 bis 2004 war er Mitglied im Europäischen Parlament. Er war Mitbegründer des Instituts für Europäische Verfassungswissenschaften – jetzt Dimitris-Tsatsos-Institut für Europäische Verfassungswissenschaften – und wurde im Jahr 2009 zu dessen Ehrendirektor ernannt. Zeitlebens setzte er sich für die europäische Integration und die integrative Verfassungsentwicklung Europas ein. Dimitris Tsatsos verstarb im April 2010 in seiner griechischen Heimat.

Gerd Dapprich | 15.10.2015