Seminar in Hagen war auch weite Reisen wert

Zum „universitäts- und fachübergreifenden Doktoranden-, Habilitanden- und Forschungsseminar“ von drei BWL-Lehrstühlen der FernUniversität kamen 40 Teilnehmende aus Deutschland und Österreich.


Wertvolle Anregungen für wissenschaftlichen Nachwuchs

Entspannt lehnt sich Stephan Meyering auf seinem Bürostuhl zurück: „Sehr zufrieden!“ sind der Professor und seine beiden Kollegen Thomas Hering und Gerrit Brösel mit dem Verlauf des „7. Universitäts- und fachübergreifenden Doktoranden-, Habilitanden- und Forschungsseminars“ in der FernUniversität in Hagen. Prof. Meyering: „Die 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben uns mit ihren positiven Rückmeldungen schon ein bisschen ‚auf die Schulter geklopft‘.“

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Die Teilnehmenden an dem Seminar, das die Hagener Professoren Gerrit Brösel, Thomas Hering und Stephan Meyering (vorne, 2., 3. u. 4. v. li.) an der FernUniversität veranstalteten

Das Seminar führt jährlich an einer anderen Universität Lehrstühle unterschiedlicher Fächer zusammen. Vornehmlich stellen Doktorandinnen, Doktoranden, Habilitandinnen und Habilitanden in konzeptionellen Kurzvorträgen oder in Ergebnisvorträgen ihre Forschungskonzepte und Forschungsergebnisse erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vor. Diese geben ihnen anschließend in Diskussionen aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln wertvolle Anregungen für ihr weiteres Vorgehen.

Veranstaltet wurde das Seminar in Hagen von den Lehrstühlen der FernUniversität für Betriebswirtschaftslehre für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre (Prof. Dr. Stephan Meyering), Investitionstheorie und Unternehmensbewertung (Prof. Dr. habil. Thomas Hering) und Wirtschaftsprüfung (Prof. Dr. habil. Gerrit Brösel). Teilnehmende waren Prof. Dr. Manfred Matschke (Emeritus der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald), Prof. Dr. Martin Moog (Technische Universität München), Prof. Dr. Michael Olbrich (Universität des Saarlandes), Prof. Dr. Lutz Richter (Universität Trier) und Dr. Karina Sopp (Universität Wien) mit Mitarbeitenden.

„Wir haben hier sehr intensive Diskussionen in einem positiven, konstruktiven Klima erlebt“, bilanziert Prof. Meyering, „die Doktorandinnen und Doktoranden haben verstanden, dass erfahrene Wissenschaftler sie inhaltlich und methodisch unterstützen wollten und sind nun alle ein gutes Stück weiter. Unser Ziel haben wir also erreicht. So haben sich die zum Teil recht weiten Anfahrten – Frau Sopp kam ja aus Wien – für alle gelohnt.“

Sehr positiv aufgenommen wurden ebenso die Rahmenbedingungen der Arbeit in Hagen für Forschung und Lehre. Stephan Meyering: „Campus, Räume, Mensa, kurze Wege – unsere Infrastruktur hat allen ebenso gut gefallen wie die Organisation der Veranstaltung. Dazu gehörte auch die Möglichkeit, an der Eröffnung der ‚Zeitzeugen‘-Ausstellung mit ihrem spannenden Rückblick auf die Anfänge unserer Universität teilzunehmen. In drei Jahren findet vielleicht schon wieder ein Seminar unserer Reihe bei uns statt. 2016 sind wir in München.“

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Von der FernUniversität wurden folgende Konzeptionen bzw. Ergebnisse vorgestellt:

Thomas Scheren: „Zur Organisation der Konzernrechnungslegung“,

Marina Müller: „Vertrauen durch Transparenz in der Wirtschaftsprüfung“,

Jörg Wasmuth: „Schadensbewertung“,

Christoph Freichel: „Skalierte Jahresabschlussprüfung“

– alle vom Lehrstuhl von Prof. Brösel –

Tobias Glanemann: „Zur Bestimmung der Risikotragfähigkeit bei Kreditinstituten aus Sicht der funktionalen Bewertungslehre“,

Carolin Lohse: „Das Residualgewinnverfahren und seine Eignung zur Plausibilitätskontrolle von Unternehmenswerten unter besonderer Berücksichtigung bilanzpolitischer Maßnahmen“,

– beide vom Lehrstuhl von Prof. Hering –

Sebastian Friegel: „Analyse der Vorteilhaftigkeit der Organschaft“.

– Lehrstuhl von Prof. Meyering –

Die Veranstaltung fand mit Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der FernUniversität e.V. unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs statt.

Gerd Dapprich | 20.10.2015