Prof. Wagner bei der BIZ in Basel

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist eine der weltweit wichtigsten internationalen Organisationen im Wirtschafts- und Finanzbereich.


Vollgepacktes Gesprächsprogramm über einen ganzen Tag

Prof. Dr. Helmut Wagner, Inhaber des Lehrstuhls für VWL, insb. Makroökonomik an der FernUniversität in Hagen, fährt in der 44. Kalenderwoche nach Basel, um dort Kooperationsgespräche mit Vertretern der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) durchzuführen. Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, die eine der weltweit wichtigsten internationalen Organisationen im Wirtschafts- und Finanzbereich ist, hat Prof. Wagner eingeladen, um mit verschiedenen Vertretern der BIZ-Abteilungen „Macroeconomic Analysis“, „Monetary Policy“,“Financial Markets“ und „Emerging Markets“ Gespräche zu führen, um Kooperationsmöglichkeiten auszuloten. Hierfür hat die BIZ für Prof. Wagner ein vollgepacktes Gesprächsprogramm über einen ganzen Tag konzipiert.

Die BIZ wurde 1930 gegründet und ist die weltweit älteste internationale Finanzorganisation mit derzeit rund 650 Mitarbeitern aus 54 Ländern. Sie gilt als „Bank der Zentralbanken“ und nimmt eine Schlüsselrolle bei der Kooperation der Zentralbanken und anderer Institutionen aus dem Finanzbereich ein. An der in Basel ansässigen Bank treffen sich regelmäßig die Präsidenten der 60 wichtigsten Zentralbanken, um vor allem über Fragen der Konjunktur- und Finanzmarktlage sowie der internationalen Währungs- und Finanzstabilität zu debattieren und internationale Koordinationsversuche einzuleiten, falls nötig. Die BIZ war an vielen historischen Ereignissen und Entwicklungen von währungspolitischen und finanzwirtschaftlich weitreichenden Entscheidungen wie des Bretton-Woods-Systems, der Schaffung der als „Basel-II“ und „Basel-III“ bekannten Regulierungsprogramme der Bankenaufsicht maßgeblich beteiligt und spielte auch in der Frühphase der Gestaltung der Europäischen Währungsunion eine entscheidende Rolle. Mitglieder des Aufsichtsrats der BIZ sind derzeit u.a. EZB-Chef Mario Draghi, Bundesbankchef Jens Weidmann und Janet Yellen, die Chefin der amerikanischen Zentralbank. Die BIZ ist nicht nur geld- und regulierungspolitisch aktiv, sondern agiert auch als eines der weltweit renommiertesten Forschungszentren im Wirtschafts- und Finanzbereich. Ihr Renommee als eines der weltweit führenden Forschungszentren im Geld- und Finanzbereich wurde noch dadurch gestärkt, dass sie als sozusagen einzige global renommierte Stimme schon seit Anfang der 2000er Jahre immer wieder vor der 2007/8 ausgebrochenen Globalen Finanzkrise gewarnt hatte.

Gerd Dapprich | 27.10.2015