Mediation in der Flüchtlingskrise

Die FernUniversität in Hagen engagiert sich in vielen Bereichen für die Integration von Flüchtlingen.


Hilfe für Flüchtlinge: Grünes Netz Mediation und weitere Angebote an der FernUniversität in Hagen

Teilnehmende am Runden Tisch zur Mediation in der Flüchtlingskrise
Runder Tisch zur Mediation in der Flüchtlingskrise: Hier informiert Michael Funke (Feuerwehr, Stadt Hagen) die Teilnehmenden über die Situation in den Flüchtlingsunterkünften vor Ort.

Das „Grüne Netz Mediation“ hat jetzt zu einem Runden Tisch an der FernUniversität in Hagen eingeladen. Expertinnen und Experten aus der Praxis berichteten über ihre Erfahrungen in der Flüchtlingshilfe und analysierten Konfliktlagen. Gemeinsam mit Mediatorinnen und Mediatoren sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Wissenschaft diskutierten 70 Teilnehmende über Chancen für Mediation und andere Formen der Konfliktmittlung in der Flüchtlingskrise. Die Veranstaltung diente dazu, die Informationsgrundlage das Grüne Netz Mediation zu verbreitern.

Bundesweites Netzwerk mit Mediatorinnen und Mediatoren

Das Grüne Netz Mediation ist eine Initiative von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die seit dem Jahr 2000 an der FernUniversität in Hagen Studienprogramme für Mediation entwickeln und anbieten. Ein Team unter Leitung von Prof. Dr. Katharina Gräfin von Schlieffen, Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, juristische Rhetorik und Rechtsphilosophie, will Konflikte und Konfliktmittler zusammenbringen und ein bundesweites Netzwerk mit Mediatorinnen und Mediatoren sowie anderen Expertinnen und Experten zur Verfügung stellen.

Wer dem Grünen Netz Mediation Anregungen zukommen lassen möchte, sollte sich per E-Mail melden: info@gruenes-netz-mediation.de. Weitere Informationen zum Netzwerk gibt es unter http://www.gruenes-netz-mediation.de/.

Engagement in Hagen und in den Regionalzentren

Die FernUniversität engagiert sich darüber hinaus in vielen weiteren Bereichen für die Aufnahme und Integration von Flüchtlingen, in Hagen aber auch an den Regionalzentrumsstandorten. Mit den Verantwortlichen der Stadt Hagen wurden bereits erste Gespräche zur Abstimmung dieser Angebote geführt.

  • Beratungsangebote auch in englischer Sprache sind in Hagen geplant. Sie sollen helfen, die Zulassungsvoraussetzungen von am Studium interessierten Flüchtlingen zu prüfen (Zeugnisberatung) und das Studienangebot und die Studiermöglichkeiten an der FernUniversität vorzustellen (Bildungsberatung). An den weiteren Regionalzentren ist ein ähnliches Angebot in der Planung.
  • Auf Veranstaltungen in Hagen soll – auch in englischer Sprache – über das Fernstudium und die Möglichkeiten für am Studium interessierte Flüchtlinge informiert werden. Geplant sind vergleichbare Angebote auch an den Studienzentrumsstandorten.
  • Seminarräume in den Regionalzentren werden kostenfrei für Sprachkurse zur Verfügung gestellt.
  • In Hagen wie auch an den Regionalzentrumsstandorten wird die FernUniversität in einer Vortragsreihe (Ringvorträge) über Fragen rund um die Flüchtlingsproblematik informieren. Die Veranstaltungen richten sich an Interessierte aus der Universität und an die breite Bevölkerung.
  • Die Universitätsbibliothek kann von Flüchtlingen zur Recherche vor Ort genutzt werden.
  • Die FernUniversität unterstützt den ersten in NRW für Flüchtlinge gegründeten Fußballverein „Hagen United e.V.“ mit der Anschaffung von Sportbekleidung, die mit dem Logo der FernUniversität bedruckt wird.
  • Eine Bitte an Unterstützerinnen und Unterstützer: Sollte Interesse bestehen, Flüchtlingen - Kindern wie Erwachsenen - Deutschunterricht zu geben, wenden sie sich unter Angabe ihrer Kontaktdaten an das Service-Center über info@fernuni-hagen.de .
  • Heft, Stift, Papier: Die FernUniversität unterstützt diese Initiative des Bündnisses „Hagen ist bunt“. Im Service-Center steht noch bis Ende November ein Behälter. Darin werden Hefte, Papier und Stifte gesammelt, um für Kinder Material zum Malen, aber auch zum Lernen zur Verfügung zu stellen. Die FernUniversität füllt die Behälter vor der Übergabe an die Initiative weiter auf.

Weitere Aktivitäten zur Unterstützung von Flüchtlingen sind aktuell in der Prüfung, beispielsweise zu Bildungsangeboten gemeinsam mit anderen Universitäten. Wir werden darüber aktuell informieren.

proe | 05.11.2015