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Aktuelles - November 2015

403.000 Euro für EDELNet

„Erasmus+“ fördert drei Fernuniversitäten

403.555 Euro erhalten die Rechtswissenschaftlichen Fakultäten der FernUniversität in Hagen, der niederländischen Open Universiteit (OU) und der spanischen Universidad de Educación a Distancia (UNED) aus Mitteln des Programms „Erasmus+“ für die Erweiterung ihrer jahrelangen erfolgreichen Kooperation. Zentrale Punkte ihrer neuen strategischen Partnerschaft „European Distance Education in Law Network“ („EDELNet“) sind der Einsatz der modernen Fernlehre und die Vermittlung interkultureller Kompetenzen. Dafür wird die Kooperation bei den Bachelorstudiengängen auf Masterstudierende und Promovierende ausgeweitet. Dies entspricht den Bedürfnissen der vorwiegend berufstätigen Fernstudierenden.

Der unter Federführung der FernUniversität entstandene Antrag für eine Förderung durch „Erasmus +“ war einer der elf besten des Jahres 2015. Das Förderprogramm läuft 36 Monate bis zum 31. August 2018. Auch Beschäftigte der Universitäten können mit „Erasmus +“ interkulturelle Kompetenzen erwerben.

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Das Programm „Erasmus+“ der Europäischen Union soll die allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport fördern. Es läuft von 2014 bis 2020 und vereinigt alle entsprechenden EU-Programme europäischer und internationaler Ebene.

Gefördert werden neben der Erstellung von hybriden Kursmaterialien insbesondere die Teilnahmen von Bachelor- und Masterstudierenden an Summer Schools und von Promovierenden an Kollegs. Sie lernen die Rechtsformen anderer Länder kennen und arbeiten interkulturell zusammen. Das ist wichtig für die überwiegend berufstätigen Fernstudierenden, die häufig in einem internationalen Umfeld tätig sind oder werden. „Die niederländische Open Universiteit entwickelt etwa einen englischsprachigen Kurs ‚Legal English‘, der allen Jura-Studierenden der drei Unis zugutekommt. Ebenfalls in Englisch wird das neue Moot-Court-Programm für Masterstudierende sein“, schildert Nils Szuka gemeinsam geplante Neuentwicklungen. Er leitet den Zentralbereich der Hagener Rechtswissenschaftlichen Fakultät.

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Das „EDELNet“-Team der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der FernUniversität: Nils Szuka, Juan J. Garcia Blesa und Martin von Hadel (v.re.).

„Die meist einwöchigen Veranstaltungen geben den Fernstudierenden die gleichen Möglichkeiten wie Studierenden an Präsenzunis, die ja zeitlich ungleich flexibler sind. Englisch ist die Veranstaltungssprache, das fördert die sprachliche Kompetenz“, betont Martin von Hadel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentralbereich und Beauftragter für die Mentorinnen und Mentoren. „Die Teilnehmenden arbeiten in interkulturellen Teams zusammen und lösen gemeinsam rechtswissenschaftliche Problemstellungen.“

Für Nils Szuka ist es „ungewöhnlich, dass wir als Fernuniversitäten einen solchen Förderantrag bewilligt bekommen haben. Unser Ziel ist es, den Kreativitätsoutput noch weiter zu erhöhen, indem wir Rechtswissenschaft zeitgerecht und modern nach dem Blended-Learning-Konzept unterrichten.“

Federführend für die Realisierung des gemeinsamen Kollegs für die Doktorandinnen und Doktoranden ist Dr. Juan J. Garcia Blesa von der Hagener Fakultätsstabsstelle Internationale Angelegenheiten. Der gebürtige Spanier hat insbesondere zur UNED beste Vernetzungsmöglichkeiten. Die Promovendinnen und Promovenden erhalten etwa Kenntnisse der Methodiken in anderen Ländern und theoretischen Input.

Darüber hinaus soll auch die FernUniversität insgesamt profierten. Juan Garcia Blesa: „Über unsere eigene Fakultät hinaus dürften die Seminare zu interkultureller Kompetenz und neue ‚Student oriented Teaching‘-Formate interessant sein, die wir entwickeln werden. Außerdem ist unser zukünftiges ‚vertikales‘ Portal, in dem wir unsere Ergebnisse präsentieren wollen, auch für die anderen Fakultäten interessant.“

„Grundlage für die neuen Ziele ist die langjährige gewachsene Zusammenarbeit der drei rechtswissenschaftlichen Fakultäten, in die jede Partnerin ihre Stärken einbringt und so zur Stärkung von Lehre und Forschung beiträgt“, betont Nils Szuka.

Summer Schools seit 2008

Bereits seit 2008 bieten die drei Partnerinnen ihren Bachelor-of-Laws-Studierenden Summer Schools an. Sie kooperieren bei Veröffentlichungen und Tagungen zur Thematik und ermöglichen ihren Partnerinnen Gastprofessuren.

Gerd Dapprich | 23.11.2015
FernUni-Logo FernUniversität in Hagen, 58084 Hagen, Telefon: +49 2331 987-01, E-Mail: fernuni@fernuni-hagen.de