Moralizing Capitalism: Agents, Discourses and Practices of Capitalism in the Modern Age

Bei der internationalen Tagung im Regionalzentrum Berlin werden Forschungsarbeiten zum Thema "Moral und Kapitalismus" vorgestellt und diskutiert.


Internationale Tagung im Regionalzentrum Berlin vom 14. bis 16. März

Vom 14. bis zum 16. März 2016 findet im Regionalzentrum Berlin der FernUniversität in Hagen, Spreepalais am Dom, das internationale Symposium „Moralizing Capitalism: Agents, Discourses and Practices of Capitalism in the Modern Age“ statt. Unter der Leitung von Prof. Dr. Alexandra Przyrembel (Historisches Institut der FernUniversität Hagen, Lehrgebiet „Geschichte der Europäischen Moderne") und Prof. Dr. Stefan Berger (Direktor des Instituts für soziale Bewegungen der Stiftung Bibliothek des Ruhrgebiets, Bochum) werden Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler aus Deutschland, Westeuropa, den USA und Kanada – aber auch der renommierte Historiker Prof. Dr. Jürgen Kocka (FU Berlin) – ihre Forschungs-, Dissertations- und Habilitationsprojekte zum Thema „Moral und Kapitalismus“ vorstellen.

Im Fokus der kritischen Auseinandersetzung mit der Thematik steht im Rahmen der von der Fritz-Thyssen-Stiftung geförderten Tagung die wechselseitige Verbindung zwischen moralischen Empfindungen und dem Kapitalismus auf der Ebene von geschichtlich Handelnden, historischen Diskursen und Praktiken, die innerhalb von sieben Sektionen untersucht werden soll:

  • Aufstieg des Kapitalismus und Moderne
  • Moralische Empfindungen und antikapitalistische Bewegungen
  • Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Humanität
  • Kapitalismus, Paradigmen und Narrative (z. B. bei Marx oder Weber)
  • Religion und Kritik des Kapitalismus
  • Kulturhistorische Interpretationen des Geldes
  • Akteure und Akteurinnen des Kapitalismus

So werden folgende Fragen im Zentrum der Konferenz stehen: Was ist unter einer ‘kapitalistischen Moral’ zu verstehen und welche Rollen spielen moralische Vorstellungen für die Konsolidierung des Kapitalismus? Bis zu welchem Grad traten soziale Bewegungen in Opposition zum Kapitalismus und etablierten eine unabhängige Wirtschaftsmoral? Wie können die Motive der Bankiers oder anderer Vertreter der Finanzwelt beschrieben werden? Welche kulturhistorische Bedeutung kommt dem Geld zu? Und als übergeordnete Leitfrage: Wie könnte eine neuere Kulturgeschichte des Kapitalismus aussehen?

Die Veranstalter möchten mit der Konferenz neue Impulse geben und weitere Forschungen in diesem Bereich initiieren. Es ist ebenso geplant, die Ergebnisse der Tagung bei einem renommierten englischsprachigen Verlag zu veröffentlichen.

Bewerbungsschluss ist der 10. März 2016. Information und Anmeldung: http://www.fernuni-hagen.de/geschichte/aktuelles/lg2/AktuellesLG2.shtml

proe | 08.03.2016