Antrittsvorlesung „Wie aus Gold Asche wird“

Prof. Stefan Stübinger befasst sich mit der BGH-Entscheidung, nach der sich wegen „Störung der Totenruhe“ strafbar macht, wer Zahngold aus den Verbrennungsrückständen eines Toten entnimmt.


Anmerkungen zur „Zahngold-Entscheidung“ des BGH

„Anmerkungen zur 'Zahngold-Entscheidung' des BGH“ macht Prof. Dr. Stephan Stübinger, Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie an der FernUniversität in Hagen, bei seiner Antrittsvorlesung „Wie aus Gold Asche wird“ am Montag, 11. April. Die Veranstaltung in den Colloquia Iuridica der Rechtswissenschaftlichen Fakultät beginnt um 16 Uhr im Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 und 2. Die Hochschulöffentlichkeit ist eingeladen.

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Der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung aus dem Jahr 2015 die zuvor bereits herrschende Meinung bestätigt, nach der sich wegen „Störung der Totenruhe“ (§ 168 StGB) strafbar macht, wer Zahngold aus den Verbrennungsrückständen eines Toten entnimmt. Die Entscheidung soll kritisch besprochen werden. Dabei gilt es nicht nur, das Verhältnis zu anderen Rechtsgebieten (Zivilrecht, Bestattungsrecht) zu klären, sondern auch die verschiedenen juristischen Auslegungsmethoden zu beachten. Die Thematik ist daher nicht nur für Strafrechtler interessant.

Die Antrittsvorlesung findet im Rahmen der Colloquia Iuridica der Rechtswissenschaftlichen Fakultät unter dem Dach des Hagener Forschungsdialogs statt.

Gerd Dapprich | 07.03.2016