„Theorie und Praxis verzahnen“

Erste Ergebnisse aus dem Bund-Länder-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung“ sind jetzt in drei Bänden erschienen. Rektorin Prof. Ada Pellert ist Autorin und Mitherausgeberin einer Publikation.


Publikationen zum Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“

Ein zentrales Ziel des Bund-Länder-Wettbewerbs „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ ist es, den Ansatz des Lebenslangen Lernens im deutschen Hochschulsystem stärker zu verankern. Im Rahmen der ersten Phase der wissenschaftlichen Begleitung des Bund-Länder-Wettbewerbs wurden in drei Teilprojekten zentrale Themenschwerpunkte bearbeitet:

  • Humboldt-Universität zu Berlin: Heterogenität der Zielgruppen
  • Carl von Ossietzky Universität Oldenburg: Organisation und Management
  • Deutsche Universität für Weiterbildung (DUW): Zielgruppenmäßige Studienformate

Die Ergebnisse aus diesen Teilprojekten sind in drei Bänden zusammengefasst, die jetzt im Waxmann-Verlag erschienen sind. Als Autorin und Mitherausgeberin des dritten Bandes „Theorie und Praxis verzahnen – Lebenslanges Lernen an Hochschulen“ tritt Prof. Dr. Ada Pellert auf. Vor ihrem Amt als Rektorin der FernUniversität war die Wissenschaftlerin Präsidentin der DUW in Berlin. Seit März 2016 ist die FernUniversität in Hagen im Leitungsteam der wissenschaftlichen Begleitung des Wettbewerbs.

  • Die Arbeit mit heterogenen, zum Teil für die Hochschulen neuen Zielgruppen hat vielfältige Implikationen – auch in Bezug auf die Gestaltung der Lehr-Lern-Formate. Diese stehen im Mittelpunkt des Teilprojektes Zielgruppengemäße Studienformate der Deutschen Universität für Weiterbildung (DUW). In diesem Band wird die zugrunde liegende Vorstellung einer Theorie-Praxis-Verzahnung an den Hochschulen auf ihre Eignung für das 21. Jahrhundert diskutiert. Dreh- und Angelpunkt ist dabei aus didaktisch-inhaltlicher Sicht vor allem die Orientierung an Kompetenzen und Lernergebnissen sowie die zentrale Rolle von Lehrenden. Der Band schließt mit einem international inspirierten Ausblick auf eine mögliche Zukunft der Hochschulen als Hochschulen des Lebenslangen Lernens.

  • Im Bund-Länder-Wettbewerb Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen fokussiert das Teilprojekt Organisation und Management der Universität Oldenburg Erfolgsfaktoren und Hemmnisse zur nachhaltigen Implementierung von Weiterbildung und Lebenslangem Lernen an Hochschulen. Im Spannungsfeld von Kulturen, Strukturen, Strategien und Interessen sowie den sehr spezifischen Governance- und Steuerungsstrukturen von Hochschulen stehen die geförderten Vorhaben vor besonderen Anforderungen, die mit klassischen Instrumenten des Projektmanagements allein kaum zu bewältigen sind.

    Die bei der Planung, Entwicklung und organisatorischen Verankerung von weiterbildenden Studienangeboten gewählten Lösungsansätze werden aufgezeigt und theoriegeleitet analysiert. Zudem unterstreichen Fallberichte ausgewählter Projekte die mit der nachhaltigen Implementierung von Weiterbildung und Lebenslangem Lernen an Hochschulen verbundenen Herausforderungen und zeigen mögliche Herangehensweisen auf.

  • In dem vorliegenden Band werden Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Bund-Länder-Wettbewerbs Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen präsentiert, welcher auf dem Prinzip der Zielgruppenorientierung basiert. Die Beiträge sind aus dem Teilprojekt Heterogenität der Zielgruppen der Humboldt-Universität zu Berlin hervorgegangen und geben in der Zusammenschau einen detaillierten Überblick über das Themenfeld Zielgruppen Lebenslangen Lernens an Hochschulen.

    Im Ergebnis verdeutlichen die Beiträge nicht nur die Notwendigkeit, den Bildungsauftrag der Hochschulen in Richtung Lebenslangen Lernens zu erweitern und neue, insbesondere berufstätige Zielgruppen für ein Studium zu erschließen, sondern zeigen auch Wege auf, wie eine Hochschule des Lebenslangen Lernens durch Öffnung von Zugangswegen und Implementation zielgruppengerechter Studienformate und begleitender Angebote realisiert werden kann.

Presse | 18.04.2016