Prof. Christoph Beierle hielt Hauptvortrag

Der Leiter des Lehrgebiets Wissensbasierte Systeme war eingeladen, auf der FoIKS-2016 über „Systems and Implementations for Solving Reasoning Problems in Conditional Logics“ vorzutragen.


„Wenn morgens der Motor nicht anspringt, ist normalerweise die Batterie leer.“ Solche Wenn-Dann-Regeln oder Konditionale spielen nicht nur im Alltagsleben eine wichtige Rolle, sondern sie sind auch für die maschinelle Repräsentation und Verarbeitung von Wissen von zentraler Bedeutung. Zur formalen Darstellung von Konditionalen wurden verschiedenen Konditionallogiken entwickelt, die den Regeln eine Bedeutung zuordnen und klären, was z.B. „normalerweise“ oder „mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent“ in einer Wenn-Dann-Aussage bedeutet. Zum anderen können Schlussfolgerungen für Konditionallogiken formal definiert und in einem Computersystem implementiert werden. So wird der Computer in die Lage versetzt, selbständig Schlussfolgerungen aus einer Menge von Regeln zu ziehen. Damit ergibt sich eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten für Konditionallogiken, etwa bei Systemen zur Entscheidungsunterstützung in Diagnose und Planung oder bei der Realisierung der Wissensverarbeitungskomponente eines autonom agierenden Roboters.

Prof. Dr. Christoph Beierle und sein Team vom Lehrgebiet Wissensbasierte Systeme an der FernUniversität in Hagen beschäftigen sich seit vielen Jahren mit der Entwicklung, Implementierung und Anwendung von Konditionallogiken. Auf der alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz „International Symposium on Foundations of Information and Knowledge Systems (FoIKS-2016)“, die dieses Jahr in Linz stattfand, hielt Prof. Beierle auf Einladung einen Hauptvortrag, in dem er über „Systems and Implementations for Solving Reasoning Problems in Conditional Logics“ berichtete.

Gerd Dapprich | 20.05.2016