Bioethik-Sommerschule ein voller Erfolg

Die dritte Veranstaltung der Reihe fand am Starnberger See statt. Maßgeblich konzipiert und geleitet wurde sie vom FernUni-Lehrgebiet „Praktische Philosophie – Ethik, Recht, Ökonomie“.


31 Lernende und Lehrende der Sommerschule stehen nebeneinander und hintereinander in einer Gruppe unter Bäumen zusammen. Im Hintergrund ist der Starnberger See zu erkennen.
Lernende und Lehrende der Sommerschule

Mit einer Sommerschule in Tutzing am Starnberger See konnte eine erfolgreiche Reihe internationaler Sommerschulen zur Bioethik fortgesetzt werden, die unter Federführung von Verantwortlichen der FernUniversität schon vor fünf Jahren konzipiert worden sind. Nach Veranstaltungen in Berlin (2012) und auf Kreta (2013) war es nun schon die dritte Sommerschule, die vom Lehrgebiet „Praktische Philosophie – Ethik, Recht, Ökonomie“ der FernUniversität in Hagen maßgeblich konzipiert und geleitet wurde. Außer der FernUniversität waren auch diesmal wieder die Universitäten Zagreb, Sofia, Thessaloniki und Kreta mit von der Partie, erstmals die Katholische Universität Eichstätt, die Katholische Privat-Universität Linz sowie die Politische Akademie in Tutzing.

Die Lernenden sitzen an Tischen in einem großen Saal. Vorne präsentieren zwei Lehrende Folien mit Bildern und Texten.
Auf dem Programm standen Vorträge, Seminare und Workshops mit Fachvertreterinnen und Fachvertretern unterschiedlicher Disziplinen.

Die Tage am Starnberger See standen unter dem Thema Bioethik als wissenschaftliches und gesellschaftliches Projekt: Die Idee einer integrativen Bioethik.“ Unter dem Stichwort „Integrative Bioethik“ geht es um gleichzeitig methodologische wie anwendungsbezogene Grundfragen bioethischer Theorie und Praxis, die im Blick auf einen ebenso nicht-reduktionistischen wie ergebnisorientierten Dialog verschiedener Perspektiven zu bearbeiten sind. „Eine produktive Beziehung zwischen bioethischen Fragen und philosophischer Reflexion zeichnet die Integrative Bioethik aus“, wie Prof. Dr. Hrvoje Juric von der Universität Zagreb unterstrich.

Auf dem dichten Programm standen Vorträge, Seminare und Workshops mit ausgewiesenen Fachvertreterinnen und Fachvertretern aus unterschiedlichen Disziplinen: von den Naturwissenschaften über die Politikwissenschaft und Theologie zur Philosophie. In verschiedenen Foren konnten die Studentinnen und Studenten eigene Abschlussarbeiten und Promotionsprojekte an den jeweiligen Universitäten, aber auch ihre praktische Arbeit im Krankenhaus und der Pflegeberatung vorstellen und diskutieren, wie Dr. Marcus Knaup vom Institut für Philosophie der FernUniversität erklärt.

„Die Sommerschule in Tutzing war für mich eine echte Bereicherung und ich bin sehr froh, die Gelegenheit bekommen zu haben, teilnehmen zu dürfen. Ich bin allgemein ein Fan von Präsenzseminaren, weil man sich dort intensiv mit einem philosophischen Thema auseinandersetzt. Die Sommerschule hat diese Seminare nun jedoch um einiges übertroffen“, so Martina Heinemann, die an der FernUniversität Philosophie studiert. „Besonders spannend war auch der Austausch mit den europäischen Kollegen, durch die auch kulturelle und rechtliche Unterschiede im Bereich der Bioethik klarer geworden sind“, wie ihre Hagener Kommilitonin Julia Debernitz ergänzt, die noch einmal die traumhafte Lage am Starnberger See hervorhebt. Die beiden sind sich einig: „Es war eine sehr intensive und anregende Woche, die leider viel zu schnell verging.“

Das sieht auch Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann so. „Mit den alten und neuen Partnern sind wir uns einig, dass unsere Kooperation unbedingt fortgesetzt werden soll: wir haben alle sehr viel gelernt und dabei auf Grundfragen der modernen Bioethik auch durchaus neue Antworten entwickelt“, so Hoffmann. „Und ich darf schon verraten, dass die nächste Sommerschule im Juni 2018 stattfinden wird. Dann geht es wieder nach Tutzing an den Starnberger See!“

Presse | 12.07.2016