Vermittler zwischen Bank und Rechtsanwaltskanzlei

„Die Kombination aus juristischen Kenntnissen und betriebswirtschaftlichen Modulen im Jura-Studium ist für meine Tätigkeit in der Bank ideal“, sagt Absolvent und Student Sirko Sebastian.


Vermittler zwischen Bank und Rechtsanwaltskanzlei


Portraits eines Mannes mit Anzug und Krawatte: Absolvent Sirko Sebastian
  • Name: Sirko Sebastian
  • Wohnort: Dresden

  • Beruf: Referent für Kreditsanierung bei einer genossenschaftlichen Bank
  • Studium und Abschlüsse an der FernUni: Rechtswissenschaft, Bachelor of Laws


Wenn die ersten Hürden geschafft sind, wird das Ziel sichtbarer. An diesem Motto orientiert sich Sirko Sebastian, seit er an der FernUniversität in Hagen studiert. So hat er parallel zu Beruf und Familie erfolgreich seinen Bachelor of Laws absolviert. Sogar sehr erfolgreich: Beim Dies Academicus 2015 zeichnete ihn die Gesellschaft der Freunde der FernUniversität aus für seine hervorragende Bachelorarbeit „Ausnahmen von der unbegrenzten akzessorischen Haftung der Gesellschafter einer GbR“ bei Prof. Dr. Ulrich Wackerbarth, Inhaber des Lehrstuhls für Unternehmensrecht an der FernUniversität.

Inzwischen hat der 40-Jährige sein Master-Studium aufgenommen. „Nach dem Bachelor-Abschluss habe ich erstmal die freie Zeit mit meiner Familie genossen, aber irgendwann fehlte mir was…“ Für den Dresdener ist die Kombination Beruf und Studium ein Wechselspiel, in dem er auf beiden Seiten profitiert. „Ich kann das im Studium erworbene Wissen eins zu eins in meiner täglichen Arbeit einsetzen.“

Beruflicher Alltag

Als Referent für Kreditsanierung bei der Dresdner Volksbank hat Sirko Sebastian mit Rechtsanwaltskanzleien und Insolvenzverwaltungen zu tun. Er betreut in der Bank auftretende Rechtsfälle, koordiniert die Zusammenarbeit mit Kanzleien und kümmert sich um die rechtssichere Gestaltung von Verträgen.

„Da kann ich meine juristischen Kenntnisse anwenden. Sehr hilfreich sind auch die wirtschaftswissenschaftlichen Module, die wir im Jura-Studium in Hagen verpflichtend belegen.“ Dazu kommt sein ,banktechnisches‘ Wissen, mit dem er die bankexternen Juristinnen und Juristen unterstützen kann. „Die klassische Ausbildung vermittelt nicht das Handwerkszeug. Ein reines Präsenzstudium wiederum wäre mir zu theorielastig.“

Dabei entschied sich der gebürtige Dresdner nach dem Abitur Mitte der 1990er Jahre in den turbulenten Nachwendejahren zunächst für eine klassische Bankausbildung; er wollte auf eigenen Füßen stehen. Schon sein damaliger Ausbildungschef empfahl ihm die FernUniversität. „Ich konnte mir zu der Zeit nicht vorstellen, allein von Zuhause aus zu studieren“, erinnert er sich. Allerdings erforderte das Firmenkundengeschäft, in dem er tätig war, stetige Weiterbildung. Sirko Sebastian schloss seinen Bankfach- und anschließend den Bankbetriebswirt ab. Das hatte berufsbegleitend gut geklappt.

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Wunsch nach Studium

Inzwischen hatte er von der örtlichen Sparkasse zur heutigen Dresdner Volksbank gewechselt und war in die Kreditsanierung für Firmenkunden eingestiegen. „Der Wunsch nach einem universitären Studium wurde lauter“, erzählt Sebastian. Er erinnerte sich an seinen ehemaligen Ausbildungschef bei der Sparkasse… „Die ersten Einsendearbeiten waren recht holprig. Den juristischen Gutachtenstil habe ich in Präsenzseminaren gelernt.“ Aber schon nach dem ersten Semester hatte er drei Klausuren bestanden. Die ersten Hürden waren genommen, das gab einen großen Motivationsschub.

„Ohne die Mentoriate im Regionalzentrum Leipzig und den Kontakt zu Mitstudierenden wäre mein Studium schon früh gescheitert“, glaubt Sebastian in der Rückschau. Nach wie vor lernt er, wenn es zeitlich passt. Abends, am Wochenende. Als 2010 sein Sohn geboren wurde, drosselte er das Tempo. Später stieg er wieder verstärkt ein und im Master will er sich jetzt mehr Zeit lassen. Dran bleiben will er auf jeden Fall. „Da sind sie wieder, die ersten Hürden“, sagt er lachend.

Auf jeden Fall fühlt sich Sebastian Sirko dadurch bestätigt, dass sein Studium sich beruflich auszahlt und offiziell durch seine Arbeitgeberin anerkannt ist. „Für mich ist die freie Zeiteinteilung ideal – und inzwischen denke ich: Der Weg ist das Ziel.“ Mit und ohne Hürden.

Stand: Juli 2016