„Kinderschutz als berufliche Herausforderung und fallbezogenes Handlungsproblem“

Mit seiner Vorlesung in der BürgerUniversität Coesfeld gewährt Tobias Franzheld (Universität Kassel) einen Einblick in das deutsche Kinderschutzsystem. Alle Interessierten sind willkommen.


Mit dem „Kinderschutz als berufliche Herausforderung und fallbezogenes Handlungsproblem“ befasst sich Dr. des. Tobias Franzheld (Universität Kassel) am Mittwoch, 21. September, in der „BürgerUniversität Coesfeld“. Sein Vortrag beginnt um 19 Uhr, Veranstaltungsort ist das WBK – Wissen Bildung Kultur, Osterwicker Str. 29, 48653 Coesfeld. Veranstalterin ist die Ernsting's family-Junior-Stiftungsprofessur für Soziologie familialer Lebensformen, Netzwerke und Gemeinschaften (Jun.-Prof. Dr. Dorett Funcke).

Im Vortrag geht es zunächst darum, einen Einblick in das deutsche Kinderschutzsystem zu gewinnen. Damit geht die Aufgabe einher, die Akteure zu identifizieren, die den Schutz des Kindeswohls gewährleisten sollen. Eine „richtige“ Beurteilung einer Kindeswohlgefährdung wird insbesondere dort zum Problem, wo unterschiedliche Verdächtigungen miteinander konkurrieren. An einzelnen Fällen soll deutlich gemacht werden, dass die simple Forderung nach einem „guten Kinderschutz“ in der Praxis vielfachen beruflichen und organisatorischen Herausforderungen unterliegt.

Dr. des. Tobias Franzheld ist seit 2013 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet „Erziehungswissenschaft, Schwerpunkt Soziale Arbeit und außerschulische Bildung“ im Fachbereich Humanwissenschaften der Universität Kassel sowie Projektmitarbeiter im von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Transferprojekt „Wissenschaftliche Unterstützung professioneller Handlungsfelder im Umgang mit Kindeswohlgefährdung und beim Aufbau tragfähiger Kooperationsstrukturen im Kinderschutz“.

Gerd Dapprich | 30.08.2016