Hochkarätige Lerntechnologie-Events: KMO und LTEC an der FernUniversität

100 Teilnehmende aus aller Welt befassten sich mit Lerntechnologien, Bildung mit Medien, lebenslangem Lernen und Wissensmanagement. Die Themen stehen auch im Fokus der Hagener Hochschule. [Mit Video]


Im Video: Rückblick auf KMO & LTEC 2016 (8:05 Min.). Watch the English version.

„Ihre Themen stehen auf der Agenda der Politik ganz weit oben!“ begrüßte Prof. Dr. Ada Pellert die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der KMO-Konferenz und des LTEC-Workshops, die gemeinsam vom 25. bis 28. Juli in der FernUniversität in Hagen stattfanden. Diese Themen spielen auch an der Hochschule zentrale Rollen: Lerntechnologien, Bildung mit Medien, lebenslanges Lernen, Wissensmanagement und die verschiedenen Sichtweisen auf diese Themen. Und wie können Organisationen zu lernenden Organisationen werden?

Insofern konnte, so Ada Pellert, der Campus der FernUniversität auch ein „Meeting-Place“ der Teilnehmenden der 11. Konferenz „Knowledge Management in Organizations – The Changing Face of Knowledge Management Impacting Society” (KMO) und des 5. „Workshop on Learning Technologies in Cloud – The Changing Face of Education“ (LTEC) mit den Hagener Expertinnen und Experten sein.

KMO und LTEC sind hochkarätige wissenschaftliche Veranstaltungen zu den Themen Bildungstechnologien und Wissensmanagement. Sie finden gleichzeitig statt, in diesem Jahr erstmals in Deutschland. Ihre gemeinsamen Ziele sind, den aktuellen Stand der Forschung zu Entwicklungen im Wissensmanagement aus den unterschiedlichen Blickwinkeln von Wirtschaft und verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen zu diskutieren, gemeinsam eigene Forschungsergebnisse zu bewerten, neue Ideen zu entwickeln und Kooperationen für künftige Projekte zu schließen.

FernUni-Rektorin Prof. Ada Pellert, Conference General Chair Prof. Lorna Uden, Local Chair Birgit Feldmann (FernUniversität) und Keynote-Speaker Prof. Andreas Dengel sprachen bei der Eröffnungsveranstaltung.
FernUni-Rektorin Prof. Ada Pellert, Conference General Chair Prof. Lorna Uden, Local Chair Birgit Feldmann (FernUniversität) und Keynote-Speaker Prof. Andreas Dengel sprachen bei der Eröffnungsveranstaltung (v.li.).

In diesem Jahr hatten sich 100 Teilnehmende aus 29 Staaten und fünf Kontinenten angemeldet. Sie kamen vorwiegend aus den Bereichen Wirtschaft, Wirtschaftsinformatik und Informatik und befassen sich mit Lebenslangem Lernen, Lerntechnologien und Wissensmanagement in Organisationen. Großer Wert wird auf die Vernetzung der Teilnehmenden gelegt, damit neue gemeinsame Projekte und Publikationen entstehen. Der LTEC-Workshop drehte sich um Bildungstechnologien.

Conference General Chair Prof. Lorna Uden betonte, dass die Zahl der Teilnehmenden in jedem Jahr gestiegen ist, vor allem durch Mund-zu-Mund-Propaganda. Wissensmanagement und Lerntechnologien, die immer wichtiger werden, bergen noch großes Forschungspotential.

Birgit Feldmann (FernUniversität, Local Chair) stellte den Teilnehmenden ihre Hochschule vor. Sie wies darauf hin, dass es neben dem Best Paper Award erstmals auch einen Best Presentation Award geben werde.

Illustration
Birgit Feldmanns Engagement ist es zu verdanken, dass die KMO und die LTEC an der FernUniversität stattfanden.

„Leuchtturm“-Veranstaltungen an der FernUniversität

Die beiden hochkarätigen Veranstaltungen reihten sich nicht nur in eine ganze Reihe von renommierten Fachtagungen ein, die an der FernUniversität stattfinden. Sie waren von ihrer fachlichen Ausrichtung her auch besondere „Leuchttürme“. Und sie konnten wechselseitig sicher viele interessante Impulse für die Weiterentwicklung der Fernlehre geben. Ada Pellert: „Berufstätige Studierende stellen zu einem bestimmten Zeitpunkt die Fragen, wie sich Beruf und Studium vereinbaren lassen. Wir wissen, was die Studierenden brauchen! Blended Learning war von Beginn an ein Thema der FernUniversität, ohne Blended Learning geht es nicht. Wir haben große Erfahrung mit Studierenden, die an anderen Universitäten selten zu finden sind.“

„Mutter der Fernlehre in deutschsprachigen Ländern“

Die „Mutter der Fernlehre in den deutschsprachigen Ländern“ (Prof. Pellert) ist seit ihrer Gründung vor über 40 Jahren Pionierin des universitären Fernstudiums unter sinnvollem Einsatz der neuesten Technologien. Ihr in der Welt der akademischen Lehre hoch geschätztes Blended-Learning-Konzept beinhaltet heute Studienbriefe, digitale Medien, klassische Online-Seminare, virtuelle Vorlesungen, netzgestützte Lehr- und Lernformen sowie wenige Präsenzveranstaltungen. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch die 13 Regionalzentren der FernUniversität in ganz Deutschland.

Nur mit Blended Learning auf der Basis einer ausgefeilten Fernstudiendidaktik und mit höchst flexiblem Fernstudiensystem sowie mit Lehrinhalten höchster Qualität können die Bedürfnisse der Studierenden, von denen 80 Prozent berufstätig sind, befriedigt werden. Hieraus ergibt sich eine große Nähe von Wissenschaft und Praxis: Studierende bringen Fragen und Themen aus ihrem Berufsalltag in die Lehre ein, wo sie von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlerin aufgegriffen und zum Gegenstand ihrer Forschung gemacht werden. Deren Ergebnisse fließen „über die Köpfe der Studierenden“ in Wirtschaft zurück. Die Forschung an der FernUniversität hat nicht zuletzt ihr Fernstudiensystem selbst zum Gegenstand.

Illustration
Prof. Andreas Dengel sprach über "Digital Co-Creation and Augmented Learning".

„Hervorragenden Job gemacht“

Der besondere Dank von Rektorin Pellert galt Birgit Feldmann, die die beiden Veranstaltungen nach Hagen holte und mit enormen Engagement organisierte: „Sie hat einen hervorragenden Job gemacht!“ Feldmann war als Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät für Mathematik und Informatik, Lehrgebiet Informationssysteme und Datenbanken (Prof. Dr. Gunter Schlageter) schon länger in der wissenschaftlichen Community zu Learning Technology und Wissensmanagement aktiv. Einerseits aufgrund des sehr guten Rufes der FernUniversität und andererseits wegen ihres Engagements wurde sie vom Conference Chair gefragt, ob die Veranstaltungen an der FernUniversität stattfinden könnten (auch andere Institutionen interessierten sich dafür). In Hagen stieß dieser Wunsch sofort auf offene Ohren.

Prof. Dr. Gunter Schlageter stellte für die Veranstaltung eigene Drittmittel zur Verfügung, Prof. Dr. Jörg M. Haake, Lehrgebiet Kooperative Systeme, unterstützte sie ebenso wie das Zentrum für Medien und IT, wo Birgit Feldmann inzwischen neue Aufgaben übernommen hat.

Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv. Die hohe Qualität der Vorträge, die reibungslose Organisation und auch Hagen selbst fanden großen Anklang. Alle haben sich sicher aufgehoben und gut betreut gefühlt und die Zeit miteinander genossen. Viele freuen sich schon auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr in Pachuca, Mexico.

Weitere Informationen: http://www.kmo2016.com und http://www.ltec2016.com.

Gerd Dapprich | 02.08.2016