„Die FernUni fragt nicht nach Alter und Einkommen“

Esther Váci-Thämlitz studiert Bildungswissenschaft an der FernUniversität. Ihre Motivation? „Studieren, um zu studieren, mit einem Gefühl der Unabhängigkeit“, sagt die Diplom-Bibliothekarin.


„Die FernUni fragt nicht nach Alter und Einkommen“

Eine Frau sitzt an einem Tisch. Vor ihr liegen Studienbriefe und ein aufgeklapptes Notebook.
Notebook und Studienbrief - Esther Váci-Thämlitz schätzt den Medienmix im Fernstudium.

Lustig. Hintergründig. Geschäftsmäßig. Ungezwungen. – Esther Váci-Thämlitz liebt die Verwandlung, sie schlüpft gern in Rollen. Eine Zeitlang hat sie damit ihr Geld verdient: Als Freiberuflerin hat sie unter anderem Märchenlesungen für Kinder veranstaltet.

„Ich liebe es, mich zu verwandeln und zu verkleiden“, sagt die 44-Jährige aus Hamburg. „Auch heute noch.“ Spontan etwas anderes machen? „Super!“

Interessante, lebensnahe Themen

Sie nimmt sich die Freiheit, immer wieder neue Dinge auszuprobieren, andere Facetten an sich zu entdecken und ihnen Raum zu geben. Ihr Motto ‚Lebe lieber ungewöhnlich!‘ und ihre Freude am Lernen wirken sich auch auf ihren Lebenslauf aus, der dadurch nicht immer schnurgerade verläuft. Aktuelle Station ist die FernUni in Hagen, wo sie seit dem Wintersemester 2014/2015 Bildungswissenschaft studiert.

„Die FernUni ermöglicht mir ein Studium nach meinen Bedürfnissen: Interessante, lebensnahe Themen werden in einem Medienmix vermittelt, aus dem ich mich unabhängig von Ort und Zeit bedienen kann“, sagt sie und ergänzt: „Dazu kommen niedrige Studiengebühren und Mitstudierende jeden Alters, überall auf der Welt. Was will man mehr?“

Studieren, um zu studieren

Die Hamburgerin liebt und spricht Literatur, schreibt Kurzgeschichten und Gedichte. Ihre Affinität zu Texten und zur Sprache sowie der Wunsch, im direkten Kontakt mit Menschen zu arbeiten, haben sie zu ihrem Erststudium gebracht: Bibliothekswesen. Nach ihrem Abschluss war sie Diplom-Bibliothekarin für öffentliche Bibliotheken, fand aber keine Arbeit – es herrschte Stellenmangel. Sie schulte um zur Kauffrau.

Anschließend arbeitete sie in verschiedenen Bereichen, schließlich in der Weiterbildung. „Das fand ich spannend, zumal ich schon immer an Bildung und ihrer Vermittlung interessiert war. Während meines ersten Studiums hatte ich einen Schwerpunkt auf Leseförderung und habe als Studentin in dem Bereich gearbeitet.“

„FernUni bedeutet
Herausforderungen und Erfolge.“

So fand sie über ihre Ausbildungen, beruflichen Erfahrungen und persönlichen Interessen zum Studium der Bildungswissenschaft an der FernUniversität in Hagen: Sie möchte generell ihr Wissen erweitern, neue Zusammenhänge erkennen und verstehen. Fachlich interessieren sie besonders philosophische und psychologische Inhalte.

Sie genießt es, heute ohne Zeit- und Leistungsdruck studieren zu können. „An der FernUni kann ich endlich studieren im eigentlichen Sinne, mit einem Gefühl der Unabhängigkeit. Mein erstes Studium habe ich in Regelstudienzeit durchpowern müssen, um schnellstmöglich einen Abschluss zu bekommen und in den Beruf einzusteigen.“

Anstrengend und aufregend – aber lohnenswert

Esther Váci-Thämlitz studiert mit Spaß von Hamburg aus in Hagen. FernUni bedeutet für sie Herausforderungen und Erfolgserlebnisse, „unabhängig von Ort, Zeit, Einkommen und Alter“. Wenn die Studienbriefe kommen, freut sie sich auf die neuen Themen, das Lesen und den Austausch mit anderen darüber. „Es ist jedes Mal ein monatelanges Abenteuer, auch und besonders wegen des Bangens nach den Prüfungen. Anstrengend und aufregend? Sicher. Aber es lohnt sich!“

Bei all dem verliert die 44-Jährige das Gefühl der Zugehörigkeit trotz räumlicher Entfernung nicht: durch „die freundliche, zugewandte und rundum gute Betreuung“ sowie den „jederzeit verfügbaren Kontakt zu den Lehrenden und Mitstudierenden“.

Mit ihrem Abschluss an der FernUniversität möchte sie perspektivisch mit Auszubildenden an der Schwelle zwischen Schule und Beruf arbeiten oder in der Erwachsenenweiterbildung.