„Willensfreiheit – zwei neue Blicke auf ein uraltes Schlachtfeld“

Verschiedene Befunde nähren Zweifel an der Willensfreiheit. Gezeigt wird am 26. Oktober, wie das Kausalschema der Naturwissenschaften zum Willensfreiheitsschema der Rechtswissenschaft passt.


Neuere neurobiologische und ältere statistische Befunde nähren, ebenso wie die Psychoanalyse und andere psychologische Schulen, Zweifel an der Willensfreiheit. Andererseits ist sie völlig unverzichtbar, um das Recht in der heute gebräuchlichen Weise zu praktizieren und zu verstehen. (Die vereinzelten Konstruktionen, die ohne Willensfreiheit auszukommen versuchen, sind gekünstelt.) Der strafrechtliche Schuldvorwurf, die zivilrechtliche Privatautonomie, Grund- und Freiheitsrechte, Wahlen und Prozesshandlungen sind ohne Willensfreiheit nicht schlüssig zu denken.

Der Vortrag „Willensfreiheit – zwei neue Blicke auf ein uraltes Schlachtfeld“ von Prof. Dr. Martin Hochhuth in der Reihe „Colloquia Iuridica“ zeigt am Mittwoch, 26. Oktober, aber 16.30 Uhr, wie das Kausalschema der empirischen Naturwissenschaften zum Willensfreiheitsschema der Rechtswissenschaft passt, eröffnet aber auch neue Perspektiven.

Die öffentliche Veranstaltung findet im Rahmen des Hagener Forschungsdialogs der FernUniversität im Seminargebäude, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 und 2, statt. Veranstalterin ist die Rechtswissenschaftliche Fakultät der FernUniversität.

Gerd Dapprich | 26.09.2016