„Vulnerable Groups in Medical Research“

Der Fortschritt eröffnet neue Eingriffsmöglichkeiten gegenüber dem Leben. In dem öffentlichen Vortrag geht am 19. Oktober vor allem um den Schutz besonders „verletzlicher“ Personengruppen.


In den „wissenschaftsgesprächen“ der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften der FernUniversität in Hagen spricht Valentina Kaneva (Sofia) am Mittwoch, 19. Oktober, ab 16 Uhr über „Vulnerable Groups in Medical Research“. Veranstaltungsort ist das Seminargebäude der FernUniversität, Universitätsstr. 33, 58097 Hagen, Räume 1 und 2. Die öffentliche Veranstaltung des Lehrgebiets Philosophie II – Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie findet im Hagener Forschungsdialog statt, der Eintritt ist frei.

Mit den Fortschritten der Biologie und der Medizin sowie der Ausweitung klinischer Studien und wissenschaftlicher Experimente haben Fragen der Forschungsethik in den letzten Jahrzehnten eine besondere Aktualität gewonnen. Neues Wissen und die technische „Aufrüstung“ der Medizin eröffnen neue Eingriffsmöglichkeiten auch gegenüber dem (menschlichen) Leben. Der Vortrag beschäftigt sich mit diesen Fragen und stellt dabei vor allem jene Probleme ins Zentrum, die sich auf den Schutz von Personengruppen beziehen, die als besonders „verletzlich“ angesehen werden müssen bzw. die den durch die Forschung induzierten Risiken in besonderer Weise ausgesetzt sind. In diesem Zusammenhang werden dann auch Kriterien der Rechtfertigung von therapeutischen und nicht-therapeutischen Versuchen am Menschen diskutiert.

Gerd Dapprich | 28.09.2016