FernUniversität unterzeichnet Charta „Familie in der Hochschule“

Die FernUniversität vernetzt sich in dieser länderübergreifenden Hochschulinitiative, um die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Wissenschaft mit Familienaufgaben weiter zu verbessern.


Prorektor Kubis unterzeichnet Charta
Prorektor Prof. Dr. Sebastian Kubis unterzeichnet die Charta "Familie in der Hochschule".

Die FernUniversität in Hagen wird noch familienfreundlicher. Um die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Wissenschaft mit Familienaufgaben weiter zu verbessern, hat die Hagener Hochschule jetzt die Charta „Familie in der Hochschule“ unterzeichnet.  Damit vernetzt sich die FernUniversität im Best-Practice-Club „Familie in der Hochschule“.

Das Interesse, an dieser Hochschulinitiative mitzuwirken, ist groß. Neben der FernUniversität traten 17 weitere Hochschulen und ein Studentenwerk aus Deutschland, Österreich und erstmalig aus der Schweiz der länderübergreifenden Initiative bei. Sie erweitern den Best-Practice-Club auf 88 Mitgliedseinrichtungen.

Wieviel Familie verträgt die Hochschule?

Die Unterzeichnung der Charta fand bei der Jahrestagung der Initiative „Familie in der Hochschule“ an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main statt. Für die FernUniversität nahmen daran Prorektor Prof. Dr. Sebastian Kubis und Melanie Graf, Leiterin der neuen FamilienService-Stelle, teil. Unter dem Thema „Wieviel Familie verträgt die Hochschule? Zur Situation des akademischen Nachwuchses“ stand die besondere Situation junger Forscherinnen und Forscher während ihrer Qualifizierungsphase im Mittelpunkt. Diese ist häufig geprägt von Zeitverträgen und nicht planbaren Karrierewegen – während gleichzeitig der Wunsch nach Familiengründung besteht oder Pflegeaufgaben bewältigt werden müssen. Die Tagung bot den mehr als 200 anwesenden Entscheidungs- und Umsetzungsverantwortlichen Gelegenheit, gemeinsam die Handlungsspielräume für Politik, Drittmittelgebende und Hochschulen auszuloten, um diese wichtige Karrierephase in der Wissenschaft familienorientierter zu gestalten.

Austausch zur Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses

Prorektor Kubis wies in seinem Statement bei der Unterzeichnung der Charta darauf hin, dass die FernUniversität aufgrund der Flexibilität ihres Studiensystems seit jeher das Ziel der Vereinbarkeit von Familie und Studium verfolge. Doch es sollten zum Beispiel in der konkreten Ausgestaltung des Prüfungswesens weitere Verbesserungsmöglichkeiten ausgelotet werden. Im Hinblick auf die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses steht die FernUniversität nach Auffassung von Kubis vor denselben Herausforderungen wie die Präsenzhochschulen. „Auf diesem Feld kann der Austausch im Best-Practice-Club der FernUniversität wichtige Impulse geben“, so Kubis.

Die Charta „Familie in der Hochschule" wurde im Januar 2014 veröffentlicht und setzt hohe Maßstäbe zur Familienorientierung, die weit über Mindeststandards hinausgehen. Die Hochschulleitungen bringen mit der Unterzeichnung der Charta ihr Engagement und ihre Verantwortung für mehr Familienorientierung an ihrer Hochschule zum Ausdruck. Sie sehen Familienorientierung als Teil des Hochschulprofils und stehen zu ihrer gesellschaftlichen Verantwortung als Bildungs- und Lebensorte, an denen die Vereinbarkeit von Studium, Beruf und Wissenschaft mit Familienaufgaben gelebt wird und selbstverständlich ist. Die Charta „Familie in der Hochschule“ wird als Strategieentwicklung zu einer nachhaltigen Chancengerechtigkeit und Familienorientierung in der Wissenschaft vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) unterstützt.

Illustration
Jahrestagung der Initiative "Familie in der Hochschule" an der Goethe-Universität in Frankfurt: Prorektor Sebastian Kubis (hinten l.) vertrat die FernUniversität.
Carolin Annemüller | 23.09.2016