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Aktuelles - Oktober 2016

Startschuss für die Umsetzung der ersten Vorhaben im Diversitäts-Audit

Auditorin Doris Carstensen
Ermutigung für die Mitglieder des Lenkungskreises: Auditorin Doris Carstensen plädiert für die Entwicklung und Erprobung neuer Sichtweisen.

„Lassen Sie die Fische im Aquarium 'mal schwimmen. Setzen Sie einen neuen Fisch ins Wasser und probieren Sie aus, was passiert!“ So ermunterte Auditorin Doris Carstensen die Mitglieder des Lenkungskreises im Rahmen des Diversitäts-Audits „Vielfalt gestalten“. Der Lenkungskreis hat unter Leitung des Prorektors für Studium und Diversität, Professor Sebastian Kubis, jetzt die Arbeitsprogramme der drei Entwicklungsfelder „Inklusion“, „Studieneingangsphase“ und „Diversitätssensible Lehre und Mediendidaktik“ beraten. In diesen Bereichen nachhaltige Veränderungen für mehr Wertschätzung von Vielfalt in der FernUniversität herbeizuführen, heißt auch, sich von alten Sichtweisen zu lösen, neue zu entwickeln und auszuprobieren – also auch mal einen „neuen Fisch“ ins Wasser zu setzen.

Drei Entwicklungsfelder

Im Diversitäts-Audit engagieren sich mehr als 45 Expertinnen und Experten aus der Hochschule in den Entwicklungsfeldern sowie im Lenkungskreis. Trotz der hohen Arbeitsbelastung im jeweils eigenen Bereich fanden in den vergangenen Monaten bereits mehrere Workshops und Treffen statt. So haben sich die Arbeitsgruppen auf den Weg gemacht und auf einem breiten, praxisnahen Fundament erste Ideen entwickelt. Diese sollen bis Anfang 2018 den Umgang mit Vielfalt im Bereich Studium und Lehre an der FernUniversität bereichern.

Das Arbeitsprogramm in den Entwicklungsfeldern im Überblick:

Vielfalt ohne Barrieren

Wie kann die FernUniversität eine barrierefreie und inklusive Hochschule werden? Und wie kann in Studium und Lehre die Balance zwischen standardisiertem Vorgehen und individualisierten Lösungen gefunden werden? Auf diese Fragen sucht die Arbeitsgruppe „Inklusion“ unter Leitung von Professorin Anette Rohmann Antworten. Ziel ist ein fernuniversitätseigenes Konzept zur Inklusion behinderter und chronisch kranker Studierender in das Studium. Im Fokus steht die Verankerung von Inklusion als Querschnittsaufgabe für die gesamte FernUniversität. Umsetzbarkeit und die „Politik der kleinen Schritte“ sind für die Arbeitsgruppe leitend bei der Ausgestaltung der weiteren Handlungsfelder: der „Information und Kommunikation“, der „Barrierefreiheit von Studienmaterial und Lerninfrastruktur“, der „Qualifizierung der Lehrenden und an der Gestaltung von Lehre Beteiligten“ und dem „Prüfungswesen“, das sowohl Möglichkeiten unterschiedlicher Prüfungsformen in den Blick nimmt als auch die Möglichkeit des Nachteilsausgleichs. „Vielfalt ohne Barrieren“ zielt auf die konkreten Barrieren in der Gestaltung von Studium und Lehre und auf die Barrieren in den Köpfen.

Vielfalt im Einstieg

„Vielfalt im Einstieg“ ist die Herausforderung, der sich die Arbeitsgruppe „Studieneingangsphase“ unter Leitung von Professorin Gabriele Zwiehoff widmet. Ziel ist die Gestaltung einer Studieneingangsphase, in der die Vielfalt der Studierendenschaft auf ein vielfältiges, individuell erfolgversprechendes Angebot an der FernUniversität trifft. Die Arbeitsgruppe hat sich mit den Bedingungen für Studienerfolg und den spezifischen Herausforderungen in der Studieneingangsphase an der FernUniversität auseinandergesetzt. Sie wird in den kommenden Monaten eine qualitative Bestandsaufnahme der bestehenden Angebote der FernUniversität in der Studieneingangsphase vornehmen. Deren Ergebnis soll Leerstellen aufzeigen und Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung bestehender sowie für die Schaffung neuer Angebote geben. Zudem sollen die Studiengänge durch die Entwicklung eines „Reflexionsrahmens“ in der Gestaltung einer diversitätsorientierten Studieneingangsphase unterstützt werden.

Vielfalt mit Medien

Individualisierung und Lernendenzentrierung gelten als Königswege, um Studierenden mit unterschiedlichen Lebens-, Lern und Berufsbiografien gerecht zu werden und zum Studienerfolg zu begleiten. Ein Ansatz, der an einer Universität mit knapp 75.000 Studierenden und rund 90 Lehrgebieten schwer realisierbar erscheint. Die Mitglieder der Arbeitsgruppe „Diversitätssensible Lehre und Mediendidaktik“ unter Leitung von Professor Uwe Elsholz fokussieren daher die Möglichkeiten der Digitalisierung und der Neuen Medien für eine Individualisierung der Lehre. Die Arbeitsgruppe möchte Ansätze „guter Praxis“ in der Gestaltung diversitätssensibler digital gestützter Lehre innerhalb der Hochschule sichtbar machen und verbreiten. Darüber hinaus werden die verschiedenen Rollen und Aufgaben in der Gestaltung diversitätssensibler Fernlehre in den Blick genommen: Wie verändert sich die Gestaltung von Lehre durch den Einsatz von digitalen Medien? Welche neuen Anforderungen werden an die Lehrenden und die Organisation FernUniversität gestellt? In der Entwicklung einer hochschulweiten Medienstrategie für die FernUniversität wird die Arbeitsgruppe zudem als beratendes Gremium für die Berücksichtigung von Diversitätssensibilität tätig.

Eine FernUniversität - viele Stärken

Die Mitglieder des Lenkungskreises sollen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sein, unter anderem für die Fakultäten und Lehrenden an der FernUniversität, das ZMI, die Hochschulplanung und die Studierenden. Aus ihrer jeweiligen Perspektive gaben sie Rückmeldungen zu den Arbeitsprogrammen der Entwicklungsfelder, die durchweg positiv aufgenommen und vom Lenkungskreis beschlossen wurden. „Ich freue mich, dass die Arbeitsgruppen in den Entwicklungsfeldern nun das Mandat haben, auf ihrem eingeschlagenen Weg weiter voranzugehen“, fasst Prorektor Kubis die Lenkungskreis-Sitzung zusammen. „Für die Konkretisierung und Umsetzung der entwickelten Ideen wünsche ich der FernUniversität weiterhin viel Motivation und Tatkraft. Den beteiligten Kolleginnen und Kollegen danke ich sehr für ihr Engagement.“


Interessierte können sich im FernUni-Web einen Überblick über die Mitwirkenden in den Entwicklungsfeldern verschaffen sowie über Prozesse und Ergebnisse im Rahmen des Diversitäts-Audits an der FernUni informieren. Weiterlesen

Haben Sie Interesse, sich in einer der Arbeitsgruppen des Diversitäts-Audits einzubringen? Dann nehmen Sie gerne Kontakt mit der jeweiligen Leitung des Entwicklungsfelds oder mit Projektleiterin Julia Kreimeyer auf. Kontakt aufnehmen

proe | 14.10.2016
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