Neue Geschäftsmodelle im Zeitalter der Elektromobilität

Der Lehrstuhl für Produktion und Logistik richtete an der FernUniversität den Automotive Workshop 2016 aus – eine universitätsübergreifende Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs.


Welche neuen Geschäftsmodelle entstehen im Zeitalter der Elektromobilität? Wie lassen sich komplexe Neuproduktanläufe organisieren? Können Automobilhersteller trotz großer Herausforderungen von der Energiewende profitieren? Und wie lassen sich gewonnene theoretische Erkenntnisse in die Praxis übertragen? Diese und weitere Fragen standen im Fokus des Automotive Workshop 2016, der vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Produktion und Logistik (Prof. Dr. Thomas Volling) an der FernUniversität in Hagen ausgerichtet wurde. Der jährlich stattfindende Workshop bietet eine universitätsübergreifende Plattform für den wissenschaftlichen Nachwuchs, um die eigenen Forschungsarbeiten im Expertenkreis zu diskutieren und wertvolle Kontakte aufzubauen. Der Fokus liegt auf Fragestellungen der Automobilproduktion und -logistik.

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Die 24 Teilnehmenden von den Technischen Universitäten Aachen, Braunschweig und München sowie den Universitäten Eichstätt-Ingolstadt und Mannheim und der GSS Heilbronn sowie der FernUniversität befassten sich unter anderem mit der Frage, welche neuen Geschäftsmodelle im Zeitalter der Elektromobilität entstehen.

Die 24 Teilnehmenden – Professoren, Habilitanden und Doktoranden von den Technischen Universitäten Aachen, Braunschweig und München sowie den Universitäten Eichstätt-Ingolstadt und Mannheim und der GSS Heilbronn sowie der FernUniversität – hatten am ersten Veranstaltungstag bei einer Exkursion zu Kirchhoff Automotive in Iserlohn Gelegenheit, hinter die Kulissen eines führenden Automobilzulieferers für Karosserieteile zu schauen. Nach einem einleitenden Fachvortrag durch den Werksleiter Frank Buchholzki folgte ein Rundgang durch die Produktionshallen. Die Gelegenheit, die spezifischen Herausforderungen und Lösungsansätze von Automobilzulieferern im Realbetrieb zu erleben und Erfahrungen auszutauschen, wurde von den Teilnehmenden rege angenommen.

Der zweite Workshop-Tag war dem wissenschaftlichen Programm vorbehalten. Die Bandbreite der insgesamt acht Vorträge reichte von spezifischen Herausforderungen der Elektromobilität über aktuelle Problemstellungen der Montagesystem-, Reihenfolge- und Kapazitätsplanung bis hin zur Optimierung der Mitarbeiterqualifizierung im Rahmen von Hochlaufprozessen und Chancen, die sich durch die Berücksichtigung von schwankenden Energiepreisen in der Produktionsplanung ergeben. Den Schlusspunkt bildete die Präsentation von Dr. Jörg Breidbach von der Firma OptWare, der tiefgreifende Einblicke in die Umsetzung wissenschaftlicher Methoden zur Entscheidungsunterstützung in der Praxis lieferte.

Die Fortsetzung folgt im kommenden Jahr an der TU Braunschweig.

Das Programm ist unter http://www.fernuni-hagen.de/prowi/download/programm_automotive_workshop.pdf zu finden.

Gerd Dapprich | 18.10.2016