Zeitzeugnisse aus vier Jahrzehnten FernUniversität

Videos, Fotos und Zitate: Auch die zweite Staffel der Ausstellung "Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der FernUniversität" bietet multimediale Einblicke in die Entwicklung der Hagener Hochschule.


Besucherinnen und Besucher der Ausstellung Zeuginnen und Zeugen der Zeit
Ausstellungseröffnung im Zuge des Dies Academicus 2016: Die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen luden zu einer Zeitreise ein.

Auf dem Bildschirm läuft ein Interview mit Frauenaktivistin und Zeitzeugin Ulrike Schultz. Schnitt. Ein paar Sekunden später blickt Prof. Dr. Ulrich Battis auf seine Zeit als zweiter Rektor der FernUniversität in Hagen zurück. Schnitt. Der erste AStA-Vorsitzende Herbert Latz-Weber erinnert sich an die Anfänge der Studierendenbewegung.

Plakatwände ergänzen das Gesehene. Fotos und Zitaten von zehn Zeitzeuginnen und Zeitzeugen werden von LED-Strahlern ins rechte Licht gesetzt. Multimediale Einblicke in die Anfangsjahre der Hagener Hochschule, die Besonderheiten ihrer Entwicklung bis in die heutige Zeit hinein: Der zweite Teil der Jubiläums-Ausstellung mit Zeitzeugnissen aus gut 40 Jahren FernUniversität ist jetzt im Zuge des Dies Academicus 2016 von Rektorin Prof. Dr. Ada Pellert eröffnet worden.

Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Die Idee hinter dem Projekt: Im Jubiläumsjahr „40 Jahre FernUniversität“ (2015) hatte das Institut für Geschichte und Biographie in einem wissenschaftlichen Projekt Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus den ersten Jahren der FernUni-Geschichte interviewt. Gründungsrektor, erste Professoren, Beschäftigte, Absolventen. Für das Archiv und für die multimediale Ausstellung mit Zeitzeugnissen aus 40 Jahren FernUniversität, die gemeinsam mit dem Dezernat 7 (Hochschulstrategie und Kommunikation) sowie dem Zentrum für Medien und IT realisiert wurde.

Jetzt folgt die Fortsetzung. Im zweiten Teil der Ausstellung geht es nun neben der Aufbereitung der zweiten Dekade (1985 bis 1994) unter anderem um die Zentralen Einrichtungen. Deren Leiter aus der Anfangszeit berichten vom Aufbau des Rechenzentrums, des Zentrums für Fernstudienentwicklung (ZFE), des Zentrums für Fernstudienforschung (ZIFF) und der Universitätsbibliothek (UB). Zudem wird die Rolle der Frauen in verschiedenen Positionen beleuchtet. So kommt unter anderem die erste Professorin Dr. Lenelies Kruse zu Wort.

Unterschiedliche Rollen und Aufgaben

Mit dem Blick aus der Perspektive der verschiedenen Rollen und Aufgaben, der unterschiedlichen politischen Aufgabenstellungen und Beweggründe zeigen diese Interviews in der Rückschau das ganze Spektrum der Akteurinnen und Akteure. Gerade diese Vielfalt schlaglichtartig darzustellen, ist Ziel dieses multimedialen Projektes mit nun 20 Zeitzeuginnen und Zeitzeugen der FernUniversität.

Zu sehen ist Teil zwei der Ausstellung dauerhaft im TGZ. Bis Januar 2017 sind die Plakatwände noch im Foyer aufgebaut, im Anschluss wandern sie als Dauerausstellung an die Wände des TGZ-Flures im Erdgeschoss. Alle Interviews mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem ersten und zweiten Teil sind online über die Webseite zur Ausstellung abrufbar.

Carolin Annemüller | 21.11.2016