Zwei chinesische Hochschullehrerinnen nachqualifiziert

Im Rahmen der Alexander von Humboldt-Partnerschaft des FernUni-Lehrstuhls für Informationstechnik und eines chinesischen Uni-Colleges verteidigten sie ihre Dissertationen.


Im Rahmen der Alexander von Humboldt-Institutspartnerschaft zwischen dem Lehrstuhl für Informationstechnik (Prof. Dr. Dr. Wolfgang A. Halang) an der FernUniversität in Hagen und dem College of Science and Engineering der City University of Hong Kong verteidigten die beiden chinesischen Dozentinnen Junying Niu und Yuhong Song erfolgreich ihre Dissertationen. Darin hatten sie jeweils eine neue Technologie zur Unterdrückung elektromagnetischer Störungen in Spannungswandlern unter Verwendung chaotischer Signale entwickelt und eingehend untersucht. Ihre Arbeiten fügten sich somit hervorragend in das Leitthema „Integration erneuerbarer Energiequellen mit geringen Verlusten und Emissionen in dynamische Stromnetze“ der Institutspartnerschaft ein.

Als Gutachter fungierten apl. Prof. Dr. habil. Zhong Li vom Lehrstuhl für Informationstechnik und Prof. Dr. Guanrong Chen vom Department of Electronic Engineering der City University, der international höchstes Ansehen genießt. Die beiden Promotionskommissionen wurden von Prof. Dr. Jörg Desel, dem Dekan der Fakultät für Mathematik und Informatik, geleitet.

Der Kontakt der beiden Wissenschaftlerinnen zur FernUniversität kam durch Dr.-Ing. Ping Li zustande, die ihre Promotion Ende 2006 abgeschlossen hatte und dann in ihre Heimatstadt Shunde nahe Hongkong zurückgekehrt war. Sie nahm dort eine Tätigkeit in dem von Yuhong Song geleiteten Labor für elektrische Hausgeräte der Shunde Polytechnic auf, in dem auch Junying Niu arbeitete. Dieses Labor wird mittlerweile von Niu geleitet, während Song zur Dekanin der Fakultät für Elektrotechnik berufen wurde.

Beide hielten sich mehrfach in Hagen auf. Die längsten Aufenthalte dauerten jeweils ein Jahr und dienten der Mitarbeit im vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Projekt „Unterdrückung elektromagnetischer Störaussendungen elektronischer Geräte durch Chaosregelung“ der Industriellen Gemeinschaftsforschung.

Damit hat die Fakultät für Mathematik und Informatik der FernUniversität erneut zur Nachqualifizierung von Hochschullehrern beigetragen, in deren Heimatländern die Promotion ursprünglich keine Berufungsvoraussetzung war, aber nun für Beförderungen verlangt wird.

Gerd Dapprich | 24.11.2016